Der Kita-Neubau auf „Reute“ an der Bahnhofstraße in Bisingen schreitet voran. Aber: Belastetes Bodenmaterial sorgt für Mehrkosten von 138.000 Euro.
Das Bodengutachten für das Gebiet „Reute“ an der Bisinger Bahnhofstraße ist datiert aus dem Jahr 2023. Es offenbarte belastetes Bodenmaterial an ein paar wenige Stellen. Im Zuge der Erdarbeiten für den Kita-Neubau wurde nun deutlich mehr belastetes Material ausgehoben.
Reste der alten Aschenbahn
Zurückzuführen sind die „Verunreinigungen“ nach Auskunft von Roman Slezinger aus dem Bisinger Bauamt auf die frühere Nutzung des Grundstücks. Ausgehoben wurden unter anderem Reste der alten Aschenbahn sowie Bauschutt, der unter der Humusschicht in unterschiedlichen Bereichen zum Vorschein kam. Zusätzlich war der Humus in Teilen mit Fremdmaterial durchmischt und musste, entgegen der „ursprünglichen Annahme einer Wiederverwendbarkeit“, auf die Deponie gebracht werden.
Die Folge: ein größerer Flächenabtrag. Darüber hinaus folgte die Gemeinde der Empfehlung eines Geologen, die abgetragene Fläche per Walzenzug zu verdichten.
Sowohl das als natürlich auch die verschärften gesetzlichen Anforderungen an die Entsorgung von Aushubmaterial sorgten unterm Strich für Mehrkosten in Höhe von 138.000 Euro. Doch konnten Roman Slezinger und der verantwortliche Architekt Stefan Beuter in der Sitzung des Bisinger Gemeinderats Entwarnung geben: Im Gegenzug sei bei den Landschaftsbauarbeiten eine „spürbare“ Kosteneinsparung zu erwarten. Überhaupt, wurde dem Gremium versichert: Trotz der Mehrkosten bei den Erdbauarbeiten liege man für den Kita-Neubau noch rund acht Prozent unter der Kostenrechnung des Architekturbüros Beuter – das auch, weil die Vergabe der nächsten fünf Gewerke in Teilen deutlich günstiger ausfiel als veranschlagt. Ohne dabei an Qualität einzubüßen, versicherte Architekt Beuter dem Freien Wähler Volker Büschgen auf Nachfrage. „Sie kriegen eine top Qualität“, ließ Stefan Beuter keinen Zweifel aufkommen.
Der Architekt freute sich zugleich, dass die Arbeiten auf der Baustelle „gut voranschreiten“, sie personell „konstant gut besetzt“ sei. Die weitere Planung auf „Reute“ sieht vor, die Entwässerungs- und Rohbauarbeiten fortzusetzen, um diese bis zirka Mitte Mai fertiggestellt zu haben. Danach geht es an die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, womit etwa ab Juli/August mit den Innenausbauarbeiten der technischen Gewerke begonnen werden kann.
Parallel dazu wird die Innenraumplanung erarbeitet. Im Herbst sollen die Innenausbau-Gewerke ausgeschrieben werden.