Zu einer Gartenschau gehören Blumen, blühende Landschaften, Landschaftsarchitektur und kulturelle Veranstaltungen. Unbedingt dazu gehören aber auch Innezuhalten, sich zu Besinnen, neu zu Orientieren und Ruhe zu finden.
Die hierfür notwendigen Bausteine bringen die Kirchengemeinden Baiersbronn und Freudenstadt ein. Mit Gottesdiensten und geistlichen Impulsen, mit musikalischen Beiträgen, Veranstaltungen und dem Hoffnungsweg durch das „Tal X“ bieten die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehörenden Gemeinden Orte zum Innehalten und für Hoffnung und Zuversicht.
Silvia Braun, Johannes Grebe und Max Himmel für die katholischen sowie Pfarrerin Lisbeth Sinner und Pfarrer Daniel Vögele für die evangelischen Kirchengemeinden bilden das Kernteam der „Kirchen auf der Gartenschau“.
Impuls an jedem Werktag
In einem Pressegespräch erläutern sie die kirchlichen Angebote: Jeden Werktag findet um 12.15 Uhr vor oder bei schlechtem Wetter in der Michaelskirche in Friedrichstal ein Mittagsimpuls, gestaltet von Haupt- und Ehrenamtlichen der Kirchengemeinden, statt. Wie Pfarrer Vögele ergänzt, sollen diese Impulse inmitten des bunten Gartenschautreibens Möglichkeiten der Ruhe und Besinnung bieten.
Unter dem Motto „Meine Hoffnung und meine Freude“ finden an Sonn- und Feiertagen auf der 400 Plätze großen Hauptbühne im „Xentrum“ Gottesdienste statt. Diese werden, so Pfarrerin Sinner, „ganz im ökumenischen Geist gefeiert, verantwortet werden sie von den einzelnen Kirchengemeinden“.
Eröffnungsgottesdienst am 25. Mai
Neben den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden von Baiersbronn und Freudenstadt übernehmen auch die evangelisch-methodistische Kirche, die VIA, Freikirchen, die Adventisten, die rumänisch-orthodoxe Kirche sowie am Diakoniesonntag die Bruderhausdiakonie einzelne Gottesdienste. Den Eröffnungsgottesdienst am 25. Mai zelebrieren Bischof em. Gebhard Fürst, Prälat Markus Schoch und die Dekane Anton Bock und Andreas Streich gemeinsam. Auch eine Delegation der presbyterianischen Partnerkirche Meta/Kamerun wirkt mit.
Zum ökumenischen Segnungsgottesdienst auf dem Gartenschaugelände am 14. September werden Paare aus fern und nah eingeladen. Jeden Mittwoch um 18 Uhr heißt es bei der Michaelskirche „Musik liegt in der Luft“. Kirchliche Musikgruppen und Chöre sowie die Gruppe Maseltov bieten ein wöchentlich wechselndes Musikprogramm an. An gleicher Stelle findet freitags ab 15 Uhr das Kinderprogramm statt.
Digitale Kirchenführung
Kernstück der kirchlichen Angebote ist aber der „Hoffnungsweg“, der durch das „Tal der Hoffnung“ zwischen Freudenstadt und Baiersbronn führt. Neun große, von Grafiker Thomas Späth gestaltete Stahltafeln mit inspirierenden Texten begleiten die Besucher auf ihrem Weg. Diese werden, genau wie das Hoffnungskreuz bei der Fischerhütte, auch nach der Gartenschau dort verbleiben. An der Grenze zwischen Baiersbronn und Freudenstadt markiert das von Bildhauer Mathias Schweikle gestaltete und von Stahlbauer Egon Haist gefertigte dreieinhalb Meter hohe Hoffnungskreuz das Zentrum des Hoffnungswegs.
Abgerundet werden die kirchlichen Angebote durch weitere Veranstaltungen und Führungen, die von „Blumen und Pflanzen der Bibel“ über „Pilgern im Tal der Hoffnung“ bis zu meditativen und spirituellen Wanderungen durch die Gartenschau reichen.
Am Anfang oder Ende eines Gartenschaubesuchs bietet sich in der Freudenstädter Stadtkirche die Möglichkeit einer digitalen Kirchenführung. Im Gemeindehaus Baiersbronn lädt die Dauerausstellung „Weg des Lebens“ dazu ein, den eigenen Lebensweg zu reflektieren.