Bei den KidsDays der Gemeinde Altensteig wurde ausgelassen getanzt und Glauben gelebt. Im Fokus steht dabei das Buch Josua. Worum es darin geht und welche Botschaft sie vermittelt.
Rund 80 Kinder von der ersten bis zur fünften Klasse tummeln sich im Gemeindehaus in Überberg. Laut wird sich unterhalten, Schulfreunde besucht, Neuankömmlinge von ihren Bekannten hergerufen, um bei ihnen zu sitzen.
Dann geht es los: Gemeinsam wird gesungen, dazu getanzt, gehüpft und Bewegungen der Mitarbeiter vorne nachgeahmt. „Es ist wieder Jesus-Zeit“, wie es auch später in einem Lied heißt – die KidsDays der Kirchengemeinde Altensteig. Drei Tage lang treffen sich die Kinder, um gemeinsam zu spielen, singen und aus der Bibel zu hören.
„Ich habe heute jemanden eingeladen – jemand besonderen“, erklärt Mitarbeiterin Gaby bei ihrer Ansprache. Wer mag das wohl sein? „Er hat viel mit Gott erlebt und kann richtig gut davon erzählen.“ Dann tritt der Stargast persönlich auf: Josua, faktisch der Nachfolger des berühmten Mose.
Die Geschichte rund um Mose – und dann?
An den drei Tagen erzählt er den Kindern, was geschah, nachdem Mose gestorben ist. Das Volk Israel, das laut Bibel aus Ägypten befreit wurde und 40 Jahre durch die Wüste gewandert ist, ist endlich beim gelobten Land angekommen – Kanaan. Doch wie soll es nun ohne Mose dort einziehen?
Da beruft Gott Josua. „So besonders war ich eigentlich gar nicht“, erklärt Josua bescheiden. Das sehen auch seine Landsleute im Anspiel so. „Josua, wer ist das schon?“ fragen sie.
Und diesen eigentlich recht unscheinbaren Mann beruft Gott, das Volk nun in das verheißene Land zu führen. Doch die Zweifel nagen an Josua. „Ich war am Zweifeln, ob ich wirklich der richtige Mann am richtigen Ort bin“, erzählt er.
Wie ist er diese Zweifel losgeworden? Er hat sie vor Gott gebracht. Und Gott sagte ihm: „Sei mutig und stark und fürchte dich nicht. Ich, dein Gott, bin bei dir.“
Am ersten Tag erfahren die Kinder noch, dass Josua Kundschafter aussendet. Einst ist er selbst in Kanaan gewesen und hat schon mal vorgefühlt, wie sich die Israeliten dort niederlassen können. Daher weiß er: „Es ist ein wunderschönes Land, aber mit ziemlich kampfstarken Stämmen“. Vor allem die Stadt Jericho sollen die Kundschafter erforschen.
Das 30-köpfige Team rund um die Organisatorinnen Judith Berzins, Hanna Bühler und Salome Gebhardt hat sich bewusst für eine Figur entschieden, die nicht so bekannt ist. Damit ist die Geschichte für die Kinder recht neu und nichts, was sie schon häufig im Religionsunterricht gehört haben.
Außerdem: Die Josua-Geschichte lässt sich gut erzählen, sie hat einen klaren Erzählverlauf. Das Programm und die Texte hat das Team selbst zusammengestellt.
Die Spannung in der Geschichte dürfte gelungen sein – Als „Josua“ alias Mitarbeiter Andreas erklärt, dass er für heute aufhören wird zu erzählen, ruft ein Kind spontan entsetzt „Nein!“ Sein Versprechen, morgen weiter zu berichten, wird mit einem erfreuten „Ja!“ quittiert.
Am zweiten Tag wird gebastelt
Danach wird in Kleingruppen über das Gehörte gesprochen. Am zweiten Tag wird gebastelt: Trommeln, Windspiele, Lampen oder Schleuderbälle. Die Kundschafter sind in Jericho angekommen und kommen bei der Prostituierten Rahab unter – um diese recht unbekannte, aber doch wichtige Person soll es auch gehen.
Ob es den Israeliten gelingt, die stolze Stadt Jericho zu bezwingen? Das erfahren die Kinder am letzten Tag der diesjährigen KidsDays.
Und gehen am Ende – so hoffen die Mitarbeiter – mit der Botschaft heraus. Man darf darauf vertrauen, dass Gott für jeden einzelnen da ist“ – so wie er es für Josua in seinem Zweifel war.