Der SC Freiburg empfängt in der Maccabi Tel Aviv. Ungeachtet aller Begleitumstände des geht es vor allem um eines: Drei Punkte im Kampf um den direkten Achtelfinal-Einzug.
Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in Stadt und Stadion, das Fernbleiben der aktiven Fanszene sowie ein Großeinsatz der Polizei: Die komplett anderen Rahmenbedingungen vor dem vierten Heimspiel der Europa-League-Gruppenphase sind natürlich auch Mannschaft und Trainerteam des SC Freiburg nicht verborgen geblieben.
Denn die Partie am Donnerstagabend (18.45 Uhr/RTL+) gegen Maccabi Tel Aviv steht unter besonderen Vorzeichen. „Selbstverständlich wünscht man sich andere Voraussetzungen und einen anderen Rahmen“, sagte SC-Trainer Julian Schuster am Mittwoch bei der Pressekonferenz. Die Realität aber sei „leider so traurig, dass man eben genau diese Sicherheitsvorkehrungen dann auch treffen muss, das hat man zu akzeptieren“, sagte der Trainer weiter.
Und so befanden sich er und seine Mannschaft in der Vorbereitung auf das Spiel in keiner einfachen Situation. „Natürlich unterhalten wir uns in der Kabine nicht nur über Fußball, aber die Thematik ist sehr komplex“, sagte Kapitän Christian Günter am Mittwoch.
Der SC Freiburg will die Begleiterscheinungen ausblenden
Auf der anderen Seite ist die Partie gegen den israelischen Topclub sportlich von großer Bedeutung für den SC Freiburg. Und genau darum soll am Donnerstagabend auch gehen – trotz aller Begleiterscheinungen. „Für uns gilt es tatsächlich einfach den Fokus auf den Sport zu legen“, sagte Günter. Ähnlich äußerte sich auch sein Trainer Schuster, sagte aber gleichzeitig, dass das eine Herausforderung sei: „Weil es Themen sind, die uns beeinflussen.“ Umso wichtiger sei es, „dass das Sportliche von unserer Seite absolut im Vordergrund stehen muss.“
Sportlich ist der SC Freiburg der klare Favorit
Sportlich betrachtet sieht es für die in der Europa League in dieser Saison noch ungeschlagenen Freiburger gut aus. Mit erst einem Punkt und 2:18 Toren steht Maccabi auf dem vorletzten Platz und hat damit nur noch höchst theoretische Chancen auf das Erreichen der Play-offs.
Der Sport-Club dagegen würde genau diese zwei Play-off-Spiele gerne überspringen und direkt ins Achtelfinale einziehen, um sich zwei englische Wochen zu sparen. Die Chancen dazu stehen gut, in den verbleibenden zwei Spielen hat man alles in der eigenen Hand. Je nach Ergebnis der anderen Spiele am Donnerstag könnte ein Sieg gegen Tel Aviv im Fernduell mit den Verfolgern – unter anderem der VfB Stuttgart auf Rang neun – sogar schon reichen, um Platz unter den besten acht Teams fix zu machen.
Bruno Ogbus könnte erneut von Beginn an spielen
Doch dazu gilt es zunächst, die Hürde Maccabi zu überspringen. „Es ist eine Mannschaft, die in ihrer Liga viel über den Ballbesitz kommt und dementsprechend auch Spieler in ihren Reihen hat, die sehr viel mit dem Ball anfangen können“, hat sich Schuster intensiv mit dem bislang unbekannten Gegner beschäftigt. In der Defensivarbeit hat er den ein oder anderen Schwachpunkt ausgemacht.
In der SC-Abwehr fehlt Philipp Lienhart mit Bauchmuskelverletzung weiterhin, gegen Tel Aviv könnte erneut Bruno Ogbus neben Matthias Ginter in der Innenverteidigung in der Startelf stehen.