Bei der Jugendkonferenz der David-Würth-Schule in Villingen-Schwenningen fand eine lebhafte Diskussion von 98 Schülern zu Politik, Demokratie, KI und Klimaschutz statt.
Die Politik ist in der Gesellschaft immer wieder ein zentrales Thema. Ob Unzufriedenheit oder anstehende Wahlen – es gibt immer Stoff für Diskussionen. Und die David-Würth-Schule hat im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen eine von 150 landesweiten Jugendkonferenzen organisiert, um die jüngere Generation wieder stärker in die Wahlkabinen zu bekommen.
Die 98 ausgelosten Schüler mussten sich mit Themen wie beispielsweise Jugendbeteiligung, Demokratie, Schule, KI und Klimaschutz auseinandersetzen.
„Ein Vormittag der Demokratie“, so nennt der Abteilungsleiter Vollzeit Michael Fritzsche die Veranstaltung.
Marc Miller, Lehrer an der David-Würth-Schule, zeigt sich begeister von diesem Projekt: „Das Ziel ist es junge Menschen zu animieren sich mit Politik auseinanderzusetzen. Jeder muss gehört werden, dafür ist diese Veranstaltung ideal geeignet.“
Die David-Würth-Schule bietet verschiedene Schulabschlüsse . „Das ist das Tolle. Hier sitzen Schüler aus allen Schichten zusammen“, sagt Miller mit Euphorie.
Ein positives Feedback
Nach einer kurzen Vorstellung der Themen ging es richtig los: Die Schüler wurden an zehn Tischen mit jeweils einem Thema aufgeteilt. Auf einem großen Plakat hielt jede Gruppe innerhalb von drei Minuten ihre Gedanken fest. Anschließend wanderten die Gruppen von Tisch zu Tisch, um die Ideen der anderen zu sehen und selbst etwas draufzuschreiben.
Anschließend stellte ein ausgewählter Sprecher jeder Gruppe die Ideen und Ergebnisse vor. Aspekte wie „Die Politik muss verständlicher gemacht werden!“, „KI zerstört die Menschheit“ oder „Das Notensystem und der Bildungsplan sind veraltet“ wurden erwähnt. Nach jeder Vorstellung gab es einen großen Applaus – die Begeisterung aller Beteiligten war deutlich zu spüren.
Das Feedback der Schüler fiel sehr positiv aus: „Es ist schön, selbst etwas zu machen und nicht nur zuzuhören“, so Serkan Özyildirim.
„Wir Jugendliche sind die Zukunft. Durch solche Veranstaltungen bekommen wir eine Stimme“, ergänzt Anjali Liyanaarachchi in der Pause.
Die Hoffnung, gehört zu werden
Nun durfte jeder Schüler den Tisch mit seinem Wunschthema selbst auswählen. Sie hatten circa eine Stunde Zeit, um Antworten auf Fragen wie „Welche Möglichkeiten der Mitgestaltung sollte es für Jugendliche im Bereich Kunst und Kultur geben?“ oder „Hättet ihr gerne andere Fächer oder eine andere Art der Wissensvermittlung in der Schule? Wenn ja, welche?“ zu finden.
Die Diskussionen wurden immer lebhafter, nach und nach kamen immer mehr interessante Lösungsansätze heraus. Diese wurden auf einem A3-Blatt festgehalten und auf der Bühne vorgestellt.
Am 15. Juli findet in Stuttgart die Landesjugendkonferenz statt. Marc Miller und vier Schüler werden die David-Würth-Schule in der Doppelstadt vertreten und die herausgearbeiteten Aspekte präsentieren. Der Geschichtslehrer hofft, dass die Stimmen seiner Schüler auch auf Landesebene Gehör finden.