Auch nach 25 Jahren ist die Heimat- und Wanderakademie ein Symbol für Gemeinschaft, Naturverbundenheit und Ehrenamt. Das zeigte sich beim Jubiläum in Baiersbronn.
Die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsfeier im Kurhaus in Schönmünzach begangen. Zahlreiche Gäste aus den Wandervereinen und der Wanderakademie, darunter auch Gründungsmitglieder, kamen zusammen, um auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Bildungs- und Vereinsarbeit zurückzublicken und den Blick in die Zukunft zu richten.
Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens, das unter anderem auch Workshops und Wanderungen beinhaltete, stand der Festakt zum Jubiläum mit Ansprachen hochrangiger Vertreter der Wanderbewegung.
Die Präsidenten des Schwäbischen Albvereins, des Schwarzwaldvereins und des Deutschen Wanderverbands würdigten in ihren Reden die Bedeutung der Akademie als zentrale Bildungs- und Vernetzungsplattform für ehrenamtlich Engagierte.
Vielfältiges Kursangebot
„Seit 25 Jahren steht die Akademie für Qualität, Engagement und die Vermittlung unserer Werte rund um Natur und Heimat“, betonte Meinrad Joss, Präsident des Schwarzwaldvereins. Er ging auf die Bedeutung der Akademie ein, die sich als erfolgreiche Bildungseinrichtung, Talentschuppen und Netzwerk sowie als Innovationszentrum entwickelt habe. „Die Heimat- und Wanderakademie wurde zu einer tragenden Säule der Bildungsarbeit in unserem Land und weit darüber hinaus“, sagte er.
Die ständige Weiterentwicklung der Ausbildungskurse stehe für zeitgemäßes und lebenslanges Lernen. Vom klassischen Wanderführer über den Radwanderführer bis zum Schulwandern und Gesundheitswandern gebe es vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, die an die heutige Zeit angepasst seien. „Es ist spitze, was ihr alles geleistet habt“, dankte Joos allen am Erfolg Beteiligten und den Gründern für ihren Weitblick.
Die Moderation der Feierstunde übernahmen Stefan Österle und Klaus Gülker, die charmant die Rede- und Liedbeiträge ankündigten und den einen oder anderen Witz auf Lager hatten.
Wanderführer in elf Tagen
Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbands, würdigte die engagierte Bildungsarbeit und hob die Kontinuität sowie die fachliche Tiefe der Akademie hervor. „Die Akademie denkt Wandern weiter und setzt neue Maßstäbe bei der Ausbildung“, so Ermrich. Sie stärke das ehrenamtliche Engagement, fördere das Naturverständnis und trage nachhaltig zur Weiterentwicklung der Wanderregion bei.
In Interviews erfuhren die 190 Gäste des Abends viel über die elftägige Ausbildung zum Wanderführer und die Anfänge der Akademie. „Es dürfen mehr Menschen aus den Ortsgruppen in die Ausbildung kommen, das kommt auch den Vereinen zugute“, so ein Appell der Verantwortlichen. Wer die Ausbildung absolviert habe, gehe mit anderen Augen durch die Natur. Selina Kabis, neue Hauptgeschäftsführerin des Schwarzwaldvereins, betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, was alles geleistet werde. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein sei auch in Zukunft wichtig.
In Liedbeiträgen bewiesen die Wanderfreunde ihr Gesangstalent. Lang war die Liste mit den Ehrungen, auch die Verdienste vieler langjähriger Begleiter wurden ausführlich gewürdigt. Für die Bewirtung sorgten der Schwarzwaldverein Huzenbach-Schönmünzach und die Dorfgemeinschaft.
Im Schlusswort ging Regine Erb, Vizepräsidentin des Schwäbischen Albvereins, auf die Begeisterung ein, mit der die Akademie Wissen vermittle. „Der Weg ist nicht nur das Ziel – der Weg ist das, was uns verbindet“, sagte sie. Die nächsten 25 Jahre würden spannend, vielleicht ein bisschen digitaler, aber mit Sicherheit genauso herzlich und gemeinschaftlich wie heute.
Die Geehrten
Ehrungen Schwarzwaldverein
Ehrenzeichen in Silber: Peter Lutz, Gerhard Mörk, Torsten Kohl und Margit Elgner-Eisenmann (in Abwesenheit); Ehrenzeichen in Gold: Dagmar Rumpf, Tilman von Kutzleben und Rudi Meier (beide Pioniere und Gründungsmitglieder).
Ehrungen des Schwäbischen Albvereins
Georg-Fahrbach-Medaille in Silber: Bernd Magenau, Siegfried Roth, Uli Schwill, Wolfgang Poesselt, Stefan Österle, Heike Krieg und Karin Kunz.
Ehrungen des Deutschen Wanderverbands
Ehrenzeichen in Silber: Werner Hillmann, Georg Keller (in Abwesenheit) und Hans-Martin Stübler.