Groß gefeiert wurde 2001 das 175-jährigen Jubiläum der Furtwanger Narrenzunft, wie dieses Archivfoto zeigt. Foto: Stefan Heimpel

Ein dreifaches Jubiläum kann die Narrenzunft im kommenden Jahr feiern. Höhepunkt dabei ist ein Treffen mit Tausenden von Akteuren und Besuchern.

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass die Stadt bei einem solchen Ereignis und dies gerade auch im Blick auf die schwäbisch-alemannische Fasnet als wichtiges Kulturerbe die Narrenzunft unterstützen muss. Die Gesamtkosten für ein solches Narrentreffen, so Zunftmeister Dirk Friese, werden auf etwa 150 000 Euro geschätzt. Ähnlich wie beim letzten Narrentreffen zum Jubiläum vor 25 Jahren wird die Stadt auf Beschluss des Gemeinderates diese für Furtwangen sehr wichtige Veranstaltung mit 55 000 Euro unterstützen.

 

Diese Mittel sind für die Leistungen der Stadt vorgesehen wie beispielsweise Bauhof, Schutz vor Terrorgefahren, Schneeräumung, Feuerwehr und vieles mehr.

Bis zu 5000 Hästräger werden es närrisch treiben

Zunftmeister Dirk Friese stellte dann das Großereignis am 31. Januar und 1. Februar 2026 vor. Die Narrenzunft feiert im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Gleichzeitig kann man aber auch 75 Jahre Mitgliedschaft in der Vereinigung der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte (VSAN) sowie 125 Jahre Furtwanger Narrenmarsch feiern. Am Wochenende 1. Februar werden daher die 13 Mitgliedszünfte der Landschaft (Region) Schwarzwald (von Waldkirch bis Offenburg) in der VSAN erwartet. Dazu kommen 17 weitere Zünfte der VSAN aus dem ganzen Gebiet vom Neckar bis zum Bodensee. Ebenfalls erwartet werden elf weitere Zünfte aus der Nachbarschaft aus den Ortsteilen sowie von Vöhrenbach bis Freiburg. Am Samstag mit dem Fasnetausrufen, Hemdglunkerumzug, einem Festgottesdienst und Vorführungen werden rund 3500 Hästräger erwartet. Am Sonntag beim großen Umzug sind es dann rund 5000 Hästräger und geschätzt etwa 10 000 Besucher.

Zunftmeister Dirk Friese stellte im Gemeinderat die Pläne zum großen Narrentreffen 2026 beim 100-jährigen Jubiläum der Narrenzunft vor. Foto: Stefan Heimpel

Unklar ist noch der Umzugsweg. Hier gibt es eine zweite, kürzere Variante, falls die Allmendstraße noch nicht zur Verfügung stehen würde. Aber im Gemeinderat war man sich einig, dass man hier alles daransetzen muss, dass die Straße als Umzugsweg geöffnet wird. Auch die Aufstellung des Umzuges ohne Allmendstraße wäre problematisch.

Der Verkehr wird deutlich beeinträchtigt. Am Samstag ist die Bismarckstraße zweispurig befahrbar. Am Sonntag wird die Innenstadt und damit auch die Wilhelmstraße ab 10 Uhr komplett gesperrt. Eine Umleitung erfolgt dann von Schönwald über Rohrbach nach Furtwangen. Eng wird es auch mit den Parkplätzen. Man versucht auch den Busverkehr Richtung Furtwangen am Sonntag deutlich zu verstärken. 1500 Gäste werden übernachten in Hotels bis Schwenningen und Hornberg. 400 Plätze bietet dabei das Massenquartier in der Sporthalle OHG.

Unter den Zuhörern waren vor allem auch zahlreiche Mitglieder der Narrenzunft. Foto: Stefan Heimpel

Das Narrentreffen sei allerdings, so Bürgermeister Josef Herdner, aus vielen Gründen nicht mehr mit dem Treffen 2001 vergleichbar. Nicht zuletzt muss vieles im Detail geplant werden bis zum Schutz vor Terror: „Aber das kriegen wir hin!“ Wesentlich ist eine starke Beteiligung der Furtwanger Vereine vor allem auch für die Bewirtung der Besucher an den beiden Tagen, die Gespräche laufen hier. Dazu kommen professionelle Anbieter wie Food-Trucks, die dann natürlich auch entsprechend einen Beitrag an die Zunft leisten müssen. Das Narrendorf zieht sich dabei von der Baumannstraße über die Gerwigstraße bis zur Friedrichschule mit dem Festzelt. Die verschiedenen Arbeitskreise nur Zunft sind auf jeden Fall intensiv mit den Planungen beschäftigt.