Die Wittumstraße und der Seitenweg in Oberjettingen befinden sich in einem baulich maroden Zustand. Jetzt sollen sie mit Landeszuschüssen saniert werden.
Deshalb stand jetzt die Sanierung der beiden noch nie vollständig ausgebauten Straßen auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Grünes Licht gab das Gremium dabei für den Vorentwurf und die Vergabe der Planungsleistungen einschließlich Bauüberwachung an die IBB Wörn Ingenieure aus Ehningen
Wie Gebäudemanager Timo Walter dem Gremium erläuterte, waren von Seiten der Anlieger im Rahmen einer Informationsveranstaltung Anfang Januar keine Einwendungen gegen die geplante Maßnahme geäußert worden. Im derzeitigen Bestand weisen beide Straßen starke Beschädigungen, Setzungen und Abbrüche der Fahrbahn auf. Auf Wunsch der Anwohner sollen die Straßenbreiten bei vier Metern (Wittumstraße) und drei Metern (Seitenweg) belassen werden, auch wenn damit im Grunde genommen kein Begegnungsverkehr möglich sei.
Grundsätzlich bestehe zwar die Möglichkeit, beide Straßen als Einbahnstraßen auszuweisen, was aber auch zu einem späteren Zeitpunkt verkehrsrechtlich noch möglich sei. Zunächst soll es bei der bisherigen Straßenführung bleiben.
Im Juni sollen die Bagger anrollen
Während die Kanalsanierung in geschlossener Bauweise im sogenannten Inlinerverfahren möglich ist, müssen die Straßen für die höher liegenden Wasserleitungen jedoch aufgegraben werden. Wie Timo Walter weiter erklärte, sei man bisher im Zeitplan, zumal die Ausschreibung bereits in der Schublade liege.
Der Startschuss für die Bauarbeiten soll im Juni fallen: „Wir wollen auf Winter fertig sein“, so Walter zum zeitlichen Horizont. Die Baukosten für Straßenbau, Wasserleitungen, Kanalsanierung und die Feldwegsanierung in diesem Bereich belaufen sich laut Kostenschätzung auf 650 000 Euro. Hinzu kommen rund 61 000 Euro an Planungskosten.
Gemeinde rechnet mit 60-prozentiger Förderung
Bürgermeister Hans Michel Burkhardt ließ in der Sitzung nicht unerwähnt, dass es bei dieser Maßnahme eine Besonderheit gebe. Denn bei der Wittumstraße handelt es sich um eine der wenigen Straßen in Jettingen, die noch erschließungspflichtig sind. „Die Straße ist noch nie richtig ausgebaut und abgerechnet worden“, machte der Rathauschef deutlich, dass für die Grundstückseigentümer also noch Erschließungskosten anfallen werden.
Positiv trotz allem: Die Baumaßnahme liegt im Bereich des Sanierungsgebiets „Ortsdurchfahrt Jettingen“, weshalb für die Planungskosten und den Straßenbau ein Zuschuss von etwa 60 Prozent gewährt werde. „Da kommt ordentlich was raus, und wir werden die Sanierungszuschüsse an die Eigentümer weitergeben“, betonte Hans Michael Burkhardt, dass vor diesem Hintergrund alle froh seien, „dass wir das jetzt machen können“.