Es geht voran in der Heuberg-Metropole Meßstetten. Man investiert nicht nur in die Kernstadt, sondern auch in die Teilorte Tieringen und Hartheim.
Los geht es im Gebiet „Bueloch“ in Meßstetten, hier steht der siebte Bauabschnitt an. „Bei diesem finalen Abschnitt der Straßenraumgestaltung handelt es sich um die Gottlieb-Daimler-Straße auf deren gesamte Länge von rund 250 Metern“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Sanierung läuft seit mehreren Jahren und biegt nun auf die Zielgerade ein. Die Firma Koch aus Ratshausen hat hier das günstigste Angebot für diese Tief- und Straßenbauarbeiten abgegeben und verlangt 712.775 Euro. Damit liegt man sogar unter dem Kostenrahmen, denn die Kostenberechnung des Ingenieurbüros lag jenseits der 800.000 Euro. Wenig verwunderlich also, dass der Gemeinderat der Vergabe einstimmig zustimmte. Doch wann kommen nun die Bagger? „Die bauliche Umsetzung der Maßnahme soll im Zeitraum Mai bis November 2026 erfolgen“, heißt es dazu in der Vorlage abschließend.
Wasserleitung wird erneuert
Ein weiteres Projekt führte den Gemeinderat thematisch nach Tieringen. Dort steht nämlich die Erneuerung der Wasserleitung in der Straße „Hinter Burg“ auf dem Programm. Diese Maßnahme ist im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung inbegriffen. Der Hintergrund, wie meist bei Erneuerungsarbeiten, ist eher unschön: „Ausgelöst durch viele Rohrbrüche in den vergangenen Jahren wurde daraufhin beschlossen, die Wasserleitung zu erneuern“, heißt es in der Sitzungsvorlage zu den Gründen. Saniert werden muss von der Einmündung „Schlichemstraße“ bis zur Einmündung „Nackstraße“. Geplant ist, die Hauptleitung sowie die Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich auf Vordermann zu bringen. Die Rücklaufquote auf die Ausschreibung war dann doch ergiebig: Sieben Firmen hatte man aufgefordert, sechs gaben schlussendlich ein Angebot ab. Die Firma Clemens Müller aus Albstadt hat mit einem Preis von 234.961 Euro am Ende das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Auch hier votierte der Meßstetter Gemeinderat einhellig für die Vergabe. Die Umsetzung der Maßnahme soll von Mai bis September dieses Jahres erfolgen.
Erschließungsarbeiten beginnen im Oktober
Gleich doppelt war dann der Meßstetter Stadtteil Hartheim auf der Tagesordnung vertreten. Konkret ging es um die Erschließung des Baugebiets „Grund/Hülbenwiesen“. Zum einen mussten Planungsleistungen an ein Ingenieurbüro vergeben werden, damit es weiter vorangeht. Konkret geht es um Straßenbau, Wasserversorgung und Entwässerung des Schmutz- und Regenwassers mit Retentionsmulde, wie der Sitzungsvorlage zu entnehmen ist. Im Oktober sollen die Erschließungsarbeiten beginnen. Es wurden nun drei Ingenieurbüros zur Angebotsabgabe aufgefordert. Am Ende war der Fall klar: Das Planungsbüro Hermle hat mit einem Angebotspreis von 172.098 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Da man in Meßstetten schon öfter mit dem Büro aus Gosheim gemeinsame Sache machte, ist man von einer Zusammenarbeit überzeugt. Die Eignung des Büros sei „aufgrund der positiven Erfahrungen bei ähnlichen Baumaßnahmen nachgewiesen“, heißt es. Der Gemeinderat stimmte dann auch einstimmig zu.
Nochmals um das Hartheimer Baugebiet ging es, weil Bürgermeister Frank Schroft ermächtigt werden sollte, die Zustimmung zu Straßenbauarbeiten zu geben. Was sich verwaltungstechnisch anhört, ist folgendermaßen erklärt. Das Baugebiet soll über einen Linksabbieger an die Kreisstraße 7149 angebunden werden.
Kreisstraße bekommt einen neuen Belag
Parallel plant der Landkreis aber die Belagssanierung der K 7149 von Heidenstadt kommend bis zum nördlichen Ende des Gebiets „Grund/Hülbenwiesen“. Diese Arbeiten sollen im Sommer abgeschlossen werden. Nun geht es darum, beide Maßnahmen in Einklang zu bringen, respektive zusammenzufassen – „aus Gründen der Verkehrslenkung und Qualitätssicherung“, wie es heißt. Hierfür wurde eine straßenrechtliche Vereinbarung mit dem Landratsamt geschlossen. Jetzt ist das Landratsamt mit dem hauseigenen Straßenbauamt zwar am Ausschreibungsverfahren dran, die Ergebnisse der Submission waren aber noch nicht da zur Sitzung in Meßstetten. Deshalb sollte Schroft ermächtigt werden, „dem späteren Vergabevorschlag des Straßenbauamts zustimmen zu dürfen“. Das wurde er dann auch einstimmig, so dass dem weiteren Verfahren erstmal nichts mehr im Wege steht. Die Baukosten belaufen sich nach Schätzungen des zuständigen Planungsbüros auf gerundet 372.000 Euro.