Asiatische Hornissen haben sich im Kleinen Wiesental angesiedelt. Die invasive Art gefährdet die Bienenvölker. Der Imkerverein will sie mit einer Lanze bekämpfen.
Die Asiatische Hornisse bereitet den Imkern im Kleinen Wiesental schlaflose Nächte. Christian Brendlin, Vorsitzender der Imkervereins im Tal, schilderte im Gemeinderat die Probleme der Bienenzüchter mit der invasiven Art. „Letztes Jahr waren zwei Imker betroffen, in diesem Jahr sind es alle.“ Das Problem ist, dass die Hornissen Bienen fressen. Nach Angaben von Brendlin stehen auf ihrem Speiseplan 40 Prozent Bienen und zu 60 Prozent andere Insekten. Brendlin hat einige Exemplare in Gläser gefangen und zeigte sie dem Gemeinderat.
Imker wollen invasive Hornissenart eigenständig bekämpfen
Die Imker haben nun entschieden, die Hornissenart eigenständig bekämpfen, zum Beispiel mit einer mit Kieselgur bestrichenen Lanze, die 4500 Euro kostet. Hinzu kommen Kosten für Schutzanzüge, die pro Stück 500 Euro kosten. Der Imkerverein will vier Anzüge anschaffen. Brendlin hat beobachtet, dass sich die Hornissen in Nestnähe aggressiv verhalten und auf Vibration reagieren. Er kritisiert, dass der Betroffene die Entfernung eines Hornissennestes inzwischen selbst beauftragen und bezahlen musste.
Friedlin: Nester nicht selbst entfernen
Willi Friedlin warnte davor, das Nest selbst zu entfernen. „Die Hornissen spritzen Urin ins Gesicht.“ Fachleute, die die Hornissen bekämpfen, hätten sogar einen Motorradhelm auf, um nicht verletzt zu werden. Brendlin kündigte eine Bürgerinformationsveranstaltung im Februar mit einer Fachfrau an. Bürgermeister Stefan Niefenthaler unterstützt die Imker in ihrem Kampf gegen die Bienenkiller, ob auch finanziell ist noch unklar.