Im vergangenen Jahr musste das Schonacher Traditionsunternehmen, die Uhrenfabrik Anton Schneider und Söhne, Insolvenz anmelden. Dies ist der neueste Stand.
Die Uhrenfabrik Anton Schneider und Söhne in Schonach hat rund 160 Jahre Kuckucksuhren produziert und war damit ein alteingesessener Traditionsbetrieb in Schonach. Zuletzt waren 14 Menschen in dem Unternehmen beschäftigt.
Im August 2025 wurde klar: Wirtschaftlich war das Unternehmen in den vergangenen Jahren in die Schieflage geraten. Die Geschäftsführung meldete Insolvenz an. Zum 1. November hatte die Insolvenzverwalterin Christiane Marx aus Villingen-Schwenningen das Ruder übernommen und zuerst versucht, einen Käufer für den Betrieb zu finden.
Die Umsätze waren rückläufig
Unsere Redaktion fragte die Rechtsanwältin nach dem neuesten Stand und die Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang und die antwortete in einer Mitteilung auf unsere Fragen. „Der Kuckucksuhrenhersteller Anton Schneider Söhne GmbH & Co. KG aus Schonach war im vergangenen Jahr gezwungen, im August 2025 einen Insolvenzantrag, unter anderem aufgrund rückläufiger Umsätze, zu stellen. Zusätzlich führten allgemein herausfordernde Rahmenbedingungen und Unsicherheiten in der Materialverfügbarkeit dazu, dass die wirtschaftliche Planung zunehmend erschwert wurde“, heißt es da.
Und: „Der Geschäftsbetrieb wurde im Insolvenzverfahren bis Ende Dezember 2025 fortgeführt. Leider konnte trotz eines umfassenden Verkaufsprozesses keine Lösung für eine Fortführung des traditionsreichen Geschäftsbetriebs sowie den Erhalt der Produktionsstätte in Schonach erreicht werden, so dass sämtlichen Mitarbeitern gekündigt werden musste. Es waren zuletzt 14 Mitarbeiter bei der Anton Schneider Söhne GmbH & Co. KG beschäftigt“.
Der Markenname wurde verkauft
Trotzdem hat die Insolvenzverwalterin auch noch eine gute Nachricht, denn ein wichtiger Verkauf ist der Juristin trotz aller Schwierigkeiten dennoch gelungen. „Mit der Veräußerung der Traditionsmarke Anton Schneider Söhne wurde der Grundstein dafür gelegt, unter dem bekannten Namen künftig wieder eine Produktionsstruktur aufzubauen“, sagt Christiane Marx. Damit hätte für die Marke „Anton Schneider Söhne“ eine Perspektive für die Zukunft geschaffen werden können.
„Unter dem bekannten Namen wird derzeit in Gütenbach schrittweise eine neue Produktion von Kuckucksuhren aufgebaut. Ziel ist es, die Marke behutsam neu zu beleben und an ihre handwerkliche Tradition anzuknüpfen, wobei auch vorhandenes Know-how in den Neuaufbau einfließt“.
Kunden werden weiter betreut
„Ich bin froh, dass trotz Einstellung des Geschäftsbetriebs, eine Lösung für die Traditionsmarke gefunden werden konnte“, teilt die Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Christiane Marx von der Kanzlei Schleich & Partner aus Villingen-Schwenningen, mit. „Damit ist sichergestellt, dass die Marke Anton Schneider Söhne auch künftig am Markt präsent bleibt und Kunden weiterhin zuverlässig betreut werden“, sagt sie in ihrer Mitteilung.