Die Feuerwehr versucht, den Brand am Rößleplatz in Furtwangen in den Griff zu bekommen. Foto: Roland Sprich

Ein Gebäudebrand in der Furtwanger Innenstadt hält derzeit die Einsatzkräfte auf Trab. Es gibt insgesamt acht Verletzte.

Bei einem Großbrand in der Furtwanger Ortsmitte sind am Montag acht Personen verletzt worden, eine davon schwer. Es entstand hoher Sachschaden. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.

 

Gegen 12 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle über einen Gebäudebrand am Rößleplatz alarmiert. Daraufhin rückte zunächst die Feuerwehr Furtwangen aus. Schnell wurde jedoch deutlich, dass der Brand ein größeres Ausmaß annehmen würde, weshalb umgehend weitere Feuerwehren aus den Ortsteilen und aus umliegenden Gemeinden nachalarmiert wurden.

Die Bewohner des Gebäudes konnten sich, auch mit Hilfe von mehreren Ersthelfern, noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte aus dem brennenden Haus retten. Dabei erlitten insgesamt acht Bewohner und Ersthelfer Verletzungen. Eine von ihnen wurde ersten Angaben zufolge schwer verletzt.

Wie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort erklärte, handelte es sich bei den Verletzungen um Rauchvergiftungen und Verbrennungen. Die Verletzten wurden vom Roten Kreuz, das ebenfalls mit einem Großaufgebot von Rettungs- und Krankenwagen und einem Notarzt vor Ort war, erstversorgt und mit mehreren Rettungsfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.

Bei dem Brand sind wohl mehrere Menschen verletzt worden. Foto: Roland Sprich

Über der Furtwanger Ortsmitte stand derweil eine dicke, schwarze Rauchsäule. Eine der großen Herausforderungen für die Feuerwehrkräfte bestand darin, die aufgrund der engen Bebauung am Rössleplatz dicht an dem Brandobjekt stehenden Gebäude per Riegelstellung vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Wie Feuerwehrsprecher Alexander Erich mitteilte, sei das Feuer im Keller des Gebäudes ausgebrochen und habe sich dann rasend schnell bis ins Dach des Mehrfamilienhauses hochgearbeitet. Um den Brand im Dach zu bekämpfen, wurde neben der Drehleiter aus Furtwangen auch die Drehleiter aus der Nachbargemeinde Schonach eingesetzt.

Wie personalintensiv der Einsatz war, zeigt die Bilanz. 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Furtwangen inklusive Ortsteilen sowie die Wehren aus Schonach und Schönwald waren an dem Einsatz beteiligt. Darüber hinaus eilten die Führungsgruppe sowie Einheiten des Schwarzwald-Baar-Kreises mit speziellen Einsatzmitteln zur Brandstelle. Auch eine Feuerwehrdrohne kreiste über der Brandstelle, um mittels Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern zu suchen.

Aufgrund des umfangreichen Einsatzes war die Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Zudem wurde die Bevölkerung über die Warn-App Nina aufgefordert, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Nach rund dreieinhalb Stunden meldete die Feuerwehr, dass der Brand „unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht sei“, wie Feuerwehrsprecher Alexander Erich sagte. Die endgültigen Löscharbeiten zogen sich bis in den späten Abend.

Vor Ort waren auch Bürgermeister Josef Herdner und sein Amtsnachfolger Florian Merz, der zum Jahreswechsel übernimmt. Wie Herdner sagte, würde die Stadt den Bewohner des Brandhauses „im Bedarfsfall mit einer Notunterkunft helfen“.

Der Sachschaden des Gebäudes lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Auch die Brandursache ist aktuell unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.