Der alte und neue Simmersfelder Bürgermeister, Jochen Stoll, war sowohl vom Wahlergebnis als auch von der Wahlbeteiligung angetan. Foto: Matthias Buchner

Jochen Stoll wurde am Sonntagabend zum dritten Mal zum Bürgermeister Simmersfelds gewählt. 95,4 Prozent der Wähler gaben dem Amtsinhaber und einzigen Bewerber ihre Stimme, die Wahlbeteiligung lag bei 39,1 Prozent.

20 Minuten nach Schließung der Wahllokale waren im Haupt-Teilort Simmersfeld die Stimmen ausgezählt, die Ergebnisse aus Aichhalden/Oberweiler, Beuren, Ettmannsweiler und Fünfbronn trafen wenig später ein. Gemeinderat Norbert Wurster konnte in seiner Funktion als Leiter der Gemeindewahlausschusses also pünktlich um 19 Uhr im Kursaal ans Mikrofon treten und den dort versammelten Interessierten das Ergebnis verkünden.

 

691 der 1767 Wahlberechtigten hatten ihre Stimme abgegeben, 103 davon per Briefwahl. 601 – bei 27 ungültigen Stimmzetteln mithin 95,4 Prozent – votierten für Amtsinhaber Jochen Stoll, 29 hatten in der „freien Zeile“ ihnen genehmere Personen eingetragen. Platz zwei belegte so der Altensteiger Tiefbauamtsleiter Dirk Greiser mit zwölf Anhängern, gefolgt von Gerhard Feeß (sieben Befürworter), der vor Stoll etwas mehr als zwei Amtszeiten lang Schultes in Simmersfeld war und eben erst in Altensteig aus dem Amt des dortigen Bürgermeisters verabschiedet worden ist.

Norbert Wurster gratulierte Jochen Stoll zur dritten Amtszeit („Eine Stichwahl wird wohl nicht erforderlich“) und überreichte dessen Ehefrau Birgit einen Blumenstrauß. Mit der Wahlbeteiligung von 39,1 Prozent zeigte Wurster sich angesichts der Umstände – Stoll war der einzige Bewerber – durchaus zufrieden. Er danke für die bisherige Zusammenarbeit und freue sich auf die zukünftige, schloss der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses seine Ausführungen.

Mit Wahlbeteiligung zufrieden

Auch der alte und neue Simmersfelder Bürgermeister war von der Wahl – sowohl von der Beteiligung als auch vom Ergebnis – angetan. Bei seiner ersten Wahl, so Stoll, habe er angemerkt, dass manche ihm ihre Stimme gegeben hätten, obwohl sie ihn kannten – „jetzt hoffe ich, dass manche mich gewählt haben, weil sie mich kannten“.

Die Auszählung der Stimmen war schnell vonstatten gegangen. Foto: Matthias Buchner

Er akzeptiere, dass nicht jeder ihm seine Stimme geben konnte, bekräftigte aber, dass er „allen Simmersfeldern ein guter Bürgermeister“ sein wolle. Sein Dank galt allen Gemeinde- und Ortschaftsräten sowie den Ortsvorstehern, den Rathausangestellten und allen Vereinen, Institutionen und Bürgern, „die sich aktiv einbringen“.

Stehempfang im Kursaal

Besonders dankte er seiner Familie „für die Unterstützung und dass sie mit den Auswirkungen meines Amtes klar kommen, die manchmal bis in die Familie hinein wirken“.

Im Anschluss umrahmte der Musikverein Simmersfeld den Stehempfang, der sich an die Ergebnisverkündung anschloss. Neben Simmersfeldern hatten sich auch etliche Amtskollegen Stolls im Kursaal eingefunden.