Im Ikea-Einrichtungshaus in Freiburg soll sich zwischen 2019 und 2023 eine Diebesbande regelmäßig bereichert haben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)

Eine Ikea-Kassiererin soll in Freiburg mit Komplizen Waren im Wert von 130.000 Euro entwendet haben – in mehr als 200 Fällen. Die Bande steht nun vor Gericht.

Seit Montag stehen sieben deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 23 und 50 Jahren vor dem Freiburger Amtsgericht. Ihnen wird unter anderem schwerer Bandendiebstahl in zahlreichen Fällen im Ikea-Einrichtungshaus in Freiburg vorgeworfen.

 

Hauptangeklagte ist dabei eine 50-jährige Ikea-Kassiererin. Sie soll ihre Position an der Kasse systematisch ausgenutzt haben,um dem Möbelhaus zwischen Februar 2019 und Januar 2023 Waren zu klauen. Die Masche: In einer Vielzahl von Fällen – die Anklage legt der Bande insgesamt 218 Fälle zu Last – soll die Kassiererin Verwandte, Freunde und Bekannte mit Ikea-Artikeln an ihrer Kasse, ohne zu bezahlen, vorbeigelassen haben.

Den Großteil des Diebesguts sollen die Angeklagten behalten oder zu einem günstigeren Preis an nichtsahnende Dritte weiterverkauft haben – zum Beispiel über das Portal eBay-Kleinanzeigen.

Kassenbons einbehalten, um Geld zurück zu bekommen

Außerdem soll die 50-Jährige Kassenbons von zahlenden Kunden behalten und ihre Komplizen dann beauftragt haben, genau diese Ware zu stehlen. Durch Vorzeigen des Kaufbelegs sollen die Möbel dann zurückgegeben worden sein, um den Kaufpreis zurückzuerhalten.

Waren im Wert von 130.000 Euro gestohlen

Insgesamt, so hieß es am Montag beim Verhandlungsauftakt, wurden im Einrichtungshaus im Freiburger Norden Waren im Wert von 130.000 Euro entwendet. Erst bei der Inventur fiel auf, dass die entsprechenden Waren fehlten.

Angeklagte kündigt ein Geständnis an

Im Gegenzug zu einem Geständnis, das die Angeklagte ankündigte, wurde ihr vom Richter eine Strafe von höchstens drei Jahren zugesichert. Ihre Komplizen – unter anderem der Ehemann der 50-Jährigen und ihre Tochter – sollen Bewährungsstrafen bekommen.