Der illegal angebrachte Radweg auf der Stefan-meier-Straße musste wieder entfernt werden. Foto: Valentin Gensch/dpa

Die Stadt Freiburg hat die illegale Markierung entfernt und Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Unbekannte haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Stefan-Meier-Straße im Freiburger Stadtteil Herdern falsche Radwegmarkierungen angebracht. Dies haben Zeugen um 3.20 Uhr der Polizei gemeldet. Beim Eintreffen der Polizei waren die beiden Unbekannten, bei denen es sich um eine Frau und einen Mann Mitte zwanzig handeln soll, aber nicht mehr vor Ort. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Rennweg-Dreieck und der Kreuzung Tennenbacher Straße in Fahrtrichtung Süden.

 

„Da die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer akut gefährdet ist, laufen aktuell Arbeiten in der Stefan-Meier-Straße, um die Markierungen zu entfernen“, heißt es aus dem Rathaus.

Straßenbelag muss aufgefräst werden

Der Straßenbelag müsse in den betroffenen Bereichen abgefräst werden. Die Stadt Freiburg werde zudem Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Die illegal aufgebrachte Markierung suggeriere Radfahrern, dass sie auf dem Radweg sicher fahren könnten. Das sei aber nicht der Fall. Wer mit dem Auto unterwegs sei, könne durch die zu schmale Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten oder weiche auf den Radweg aus. „Durch die Aktion wird die Sicherheit der Radfahrenden in diesem Abschnitt nicht verbessert, sondern gefährdet“, heißt es von Seiten der Stadt.

Die Stefan-Meier-Straße sei abschnittsweise und insbesondere im Kreuzungsbereich Tennenbacher Straße deutlich zu schmal, um in beiden Richtungen einen ausreichend breiten Radfahrstreifen unterzubringen.

Lücke im Radwegnetz soll geschlossen werden

Der Radfahrstreifen in Fahrtrichtung Süden endet daher derzeit am Rennweg und beginnt erst wieder weiter südlich nach der Kreuzung zur Tennenbacher Straße. Erst dort ist die Straße wieder breit genug. Auch in Fahrtrichtung Norden gibt es auf der Stefan-Meier-Straße keinen durchgehenden Radfahrstreifen.

Ein selbst ernanntes „Klimakollektiv“ in Freiburg hat sich zu dem 200-Meter-langen Radweg bekannt. Die Klima-Aktivisten haben in einer anonymen Pressemitteilung eine „sozialgerechte Verkehrswende“ und autofreie Innenstadt gefordert als Begründung für ihre Aktion.

Das „Klimakollektiv“ hat sich zu der Nacht-und-Nebel-Aktion bekannt. Foto: Klimakollektiv

„Die Verwaltung arbeitet daran, diese Lücke im Radwegenetz zu schließen. Dafür werden im Zuge der anstehenden Sanierung die Kreuzungen umgebaut. Um auch in Fahrtrichtung Norden künftig einen Radfahrstreifen zu ermöglichen, ist der Erwerb von Flächen nötig“, erklärt Pressesprecherin Linda Widmann. Dafür würden bereits Gespräche zum Grunderwerb laufen.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht und/oder Hinweise zu den gesuchten Personen geben können.

Hinweise nimmt das Polizeirevier Freiburg-Nord (Telefon 0761/8 82 42 21) entgegen.