Der Ambulante Hospizdienst Schopfheim & Wiesental begleitet Sterbende und Trauernde. Foto: Pixabay

Unterm organisatorischen Dach des Ambulanten Hospizdienstes Schopfheim & Wiesental beginnt im November eine neue Trauergruppe.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, kann plötzlich alles anders sein. Trauer, Leere, Wut – all das gehört dazu, und doch fehlen oft die Worte, heißt es in einer Pressemitteilung des Ambulanten Hospizdienstes. Genau dann möchten die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen da sein: Sie bieten trauernden Menschen und ihren Angehörigen Anlaufstellen und informieren auch über verschiedene Trauerangebote im gesamten Landkreis.

 

„Trauer ist keine Krankheit“

„Trauer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion auf Verlust“, wird Kerstin Wunderle, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes in der Mitteilung zitiert. „Wichtig ist, dass Trauernde wahrgenommen werden und einfach erzählen dürfen – ohne Bewertung.“ Gerade in der dunklen Jahreszeit, mit ihren emotionalen Feiertagen im November und Dezember, könnten Verluste besonders schwer wiegen.

Trauergruppe & Trauercafé

„Umso wichtiger ist es, einen Raum zu haben, in dem jeder auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo trauern darf“, erklärt Friederike Schweigler. Gemeinsam mit Martina Schüßler leitet sie die geschützte Trauergruppe „Trauerwege… gemeinsam… gehen…“, die an sieben Abenden durch den Winter führt. Ein offener Infoabend findet am Donnerstag, 6. November 2025, um 19 Uhr im Katholischen Gemeindehaus, Adolf-Müller-Str. 10a in Schopfheim statt. Bis Freitag, 14. November 2025 können sich Interessierte bei dem Ambulanten Hospizdienst für die Gruppe anmelden.

In Schopfheim findet außerdem einmal im Monat das Trauercafé unter ehrenamtlicher Leitung in enger Kooperation mit der Georg-Reinhardt-Haus gGmbH statt; nächster Termin ist am 21. November. Auch gibt es eine Trauergruppe für junge Erwachsene bis 35 Jahre. In entspannter Atmosphäre können sich Trauernde hier austauschen, Erfahrungen teilen – oder einfach still da sein. „Eingeladen sind alle Menschen – unabhängig von Alter, Glauben oder Lebenssicht“, sagt Martina Schüßler. „Wichtig ist, genau hinzuhören, was der Mensch gerade braucht, und ihn in seiner Trauer einfach sein zu lassen. Jeder Trauerweg ist einzigartig – und manchmal hilft es, ihn ein Stück gemeinsam zu gehen.“

Hospizbegleitung

Der Ambulante Hospizdienst Schopfheim & Wiesental richtet sein Angebot der Beratung und Begleitung an schwerstkranke und sterbende Menschen in Schopfheim und dem ganzen Wiesental. Anfragen können vom Betroffenen selbst oder in dessen Auftrag, zum Beispiel auch von Angehörigen, Ärzten oder Pflegekräften, an den Hospizdienst gerichtet werden – ganz einfach per Anruf. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter besuchen zu Hause, im Krankenhaus oder auch in Wohnangeboten und in Pflegeheimen.

Das Angebot ist kostenfrei.