Zu den Höhepunkten der Schwenninger Fasnet gehört der Narrensprung am Fasnet-Samstag auf den Muslenplatz. Foto: Jochen Schwillo

Die Hohen Tage in Schwenningen stehen in den Startlöchern. Die Narren können sich wieder auf zahlreiche traditionelle Höhepunkte freuen - aber auch auf so manches Neue.

Voller Spannung werden in Schwenningen die Hohen Tage, die am Schmotzigen Donnerstag, 12. Februar, starten, erwartet – nicht zuletzt wegen einiger Neuerungen. „Wir freuen uns total drauf – und wir sind guter Dinge, dass alles Neue Anklang findet“, blicken Florian Schütze und Sascha Stanzel, Zunftmeister und Zunftschreiber der Schwenninger Narrenzunft, optimistisch voraus.

 

Der Schmotzige

Traditionell können sich die Narren am Schmotzigen ab 7.30 Uhr in der Zunftstube beim gemeinsamen Frühstück stärken, ab 9 Uhr auch in der Ziegelei. Nach den Schülerbefreiungen führt der Weg um 12 Uhr auf den Marktplatz zur neuen Schlüsselübergabe mit Proklamation und offiziellem Ausrufen der Fasnet. Für diese Premiere hofft die Narrenzunft auf zahlreiche närrische Gäste.

Mit rund 1300 Teilnehmern peilen die Ziegel-Buben beim Kinderumzug einen neuen Rekord an. Der Umzug startet um 14 Uhr. Eine wichtige Änderung betrifft den Kindernarrenbaum: Statt wie bisher auf dem Hockenplatz wird er in diesem Jahr um 15 Uhr direkt auf dem Marktplatz gestellt. Parallel dazu findet der Kinderball der Ziegel-Buben in der Mensa der Gartenschule statt.

Fasnet-Freitag

Am Fasnet-Freitag steht um 11 Uhr das Narrengericht mit Oberbürgermeister-Verhaftung im Rathaus auf dem Programm. Um 14.30 Uhr folgt die Kinderfasnet in der Bürkturnhalle, bevor dort ab 20 Uhr der Bürgerball beginnt.

Das Wochenende

Der Fasnet-Samstag, 14. Februar, startet um 12.15 Uhr mit dem Narrenbaumstellen auf dem Muslenplatz, gefolgt vom traditionellen Narrensprung. Der Fasnet-Sonntag, 15. Februar, beginnt früh: Um 7 Uhr werden die Bürger geweckt, um 9.30 Uhr lädt die katholische Kirchengemeinde zur Narrenmesse in die St.-Franziskus-Kirche ein.

Um 14 Uhr setzt sich der große Umzug der Narrenzunft Schwenningen in Bewegung. Aufgrund einer verkehrsrechtlichen Anordnung kann die Aufstellung nicht mehr in der Bildackerstraße erfolgen und wurde daher in die obere Sturmbühlstraße verlegt. Von dort startet der Umzug mit rund 3000 Teilnehmern aus über 34 Gruppen und Vereinen.

Neue Reihenfolge

Neu ist ab diesem Jahr, dass die Narrenzunft Schwenningen als Nummer eins den Umzug anführen wird. So ist es im Übrigen auch bei vielen anderen Zünften üblich, berichtet Florian Schütze aus der Erfahrung vieler zurückliegender Narrentreffen.

Und das hat gleichzeitig einen entscheidenden Vorteil: „Wir können das Tempo des Umzugs selber angeben“, sagt der Zunftmeister. In der Vergangenheit habe es oft zwischen den übrigen Umzugsteilnehmern und der Schwenninger Narrenzunft eine Lücke gegeben, denn besonders die Hansel seien beim Springen mit ihrem schweren Gschell schlichtweg nicht mehr hinterher gekommen.

Neue Strecke

Die Umzugsstrecke lautet wie folgt: Sturmbühlstraße – Auf der Lehr – Marktplatz – Kirchstraße – Muslenplatz – Muslen – Harzerstraße – Kronenstraße bis Höhe Busbahnhof, wo die Umzugsauflösung ist. Schon länger gab es die Idee, das Umzugsende, das bisher an der Bürkturnhalle war, an eine zentralere Stelle zu verlegen. „Wir möchten die Narren mehr in der Stadt haben“, begründet Sascha Stanzel die Entscheidung.

Doch das bunte Treiben wird noch längst nicht vorbei sein: Dann nämlich werden die Hästräger durch den Mauthepark zum Narrendorf auf den Marktplatz geleitet. Zudem wird in verschiedenen Besenwirtschaften und Gastronomien rund um die Innenstadt sowie in der Mensa der Gartenschule ausgelassen Fasnet gefeiert.

Fasnet-Montag

Am Fasnet-Montag lädt die Narrenzunft um 20 Uhr zur Fasnetparty unter dem Motto „Dolce Vita 2.0“ in die Zunftstube ein – eine Reminiszenz an den erfolgreichen diesjährigen Eröffnungsball.

Fasnet-Dienstag

Am Fasnet-Dienstag nehmen die Schwenninger Narren am Umzug der Zuggesellschaft in Villingen teil, bevor um 19 Uhr das Fasnetverbrennen auf dem Muslenplatz stattfindet und der Oberbürgermeister den Stadtschlüssel zurückerhält.

Aschermittwoch

Der Aschermittwoch beschließt die Fasnet 2026. Um 17.45 Uhr trifft man sich zur Geldbeutelwäsche am Narrenbrunnen, anschließend geht es zum traditionellen Heringessen ins Dr.-Hermann-Etter-Haus.

Der Abschluss

Den Abschluss bildet das Fällen und die Versteigerung des Kindernarrenbaums der Ziegel-Buben am Freitag, 20. Februar, um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Der Erlös kommt den Kindergärten zugute.

Am Samstag, 21. Februar, versteigern und fällen die Tännlelupfer ab 14.30 Uhr den großen Narrenbaum auf dem Muslenplatz. Der Erlös unterstützt die Nachwuchsarbeit der Narrenzunft Schwenningen.

Das ist auch noch neu

„Fasnet für älle“
Erstmals bietet die Narrenzunft Schwenningen beim großen Umzug am Fasnet-Sonntag, 15. Februar, zusammen mit der Lebenshilfe VS unter dem Motto „Fasnet für älle“ für Rollstuhlfahrer einen abgesperrten Bereich vor dem Muslenzentrum an. Von hier aus kann der Umzug barrierefrei und mit guter Sicht verfolgt werden, berichten Florian Schütze und Sascha Stenzel.