Die Bauarbeiten für das millionenschwere Infrastrukturprojekt sind noch längst nicht abgeschlossen. Derweil ist man in der Anrainergemeinde wieder einen Schritt weiter, was die Gestaltung der dortigen Haltestelle samt Umfeld angeht.
Erstmals hatte der Althengstetter Gemeinderat das Ingenieurbüro Mailänder Consult im September 2022 mit der Planung der Neugestaltung der Haltestelle und des dazugehörigen Geländes beauftragt. Die Vergabe der Planungsleistungen war Voraussetzung für den Erhalt der Fördergelder nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.
Buswendeanlage beim Kombibahnsteigs, Zuwegung zum Bahnsteig von der Bahnstraße aus, Baumaßnahmen für die Fahrradabstellanlagen, Park + Ride Fläche mit Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge oder die Entwässerung und Ausleuchtung der Flächen – all das galt es planerisch auszuarbeiten.
Grünes Licht für Entwurfsplanung
Im Februar dieses Jahres wurde der Auftrag erweitert: um die Planung des Gehwegs entlang der Bahnstraße, die Anbindung der Bahnstraße an die Simmozheimer Straße sowie die Querung der Simmozheimer Straße. Die aktuelle Entwurfsplanung war unlängst Thema im Ratsgremium und wurde von dessen Mitgliedern einstimmig abgesegnet.
Insel für sicheres Queren der Straße
Im Detail sieht die Planung beispielsweise eine Insel in der Bahnstraße vor, damit Fußgänger und Radfahrer diese sicher queren können. Außerdem 32 Autostellplätze nahe des Haltepunkts, wobei die Planer bewusst unter der Zahl von 35 blieben, ab der eine Überdachung vorgeschrieben ist. Geplant sind auch zwei Plätze für Car-Sharing und E-Ladesäulen, zudem 42 Bike-and-ride-Abstellplätze.
Der Zeitplan
Nach der Zeitschiene erkundigte sich Philipp Jourdan (Grüne) in der jüngsten Ratssitzung. Nach dem vollständigen Abschluss der Entwurfsplanung sollen die Arbeiten gegen Dezember oder Januar ausgeschrieben werden. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit einem Bau der verschiedenen Anlagen ab dem zweiten Quartal 2025 und einer Gesamtbauzeit von drei Monaten.
Fledermausschutz wird noch teurer
Mit dem aktuellen Stand der Bauarbeiten befasste sich auch der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn am Montagabend. Im sogenannten Oberbaupaket 3, das den Streckenabschnitt von Heumaden bis zum ZOB in Calw umfasst, werden die Restarbeiten laut Verband noch in diesem 2024 komplett abgeschlossen. Das soll im ersten Quartal 2025 außerdem auch bei den Restmaßnahmen im Oberbaupaket 2 vom Bahnübergang im Steckental (Weil der Stadt) bis zum Bahnübergang auf der K 4310 bei Althengstett der Fall sein, und im Verlauf des Jahres 2025 stehen noch Schleifarbeiten an den neu verlegten Schienen an. Thema der Sitzung war außerdem der Fledermausschutz, der jetzt noch teurer wird.