Im Onstmettinger Haus Raichberg wurden fünf Auszubildende aus Myanmar mit einem Lichterfest im Garten begrüßt.
Thaw Yee Mon, Htet Hsu Nandar, San Kyawt Phyu, Aye Thandar und Sit Lwin beginnen ihre dreijährige Ausbildung in der Altenpflege. Sie sind bereits der zweiten Jahrgang aus Myanmar im Haus Raichberg.
Sie machen deutlich, wie sehr Pflegeeinrichtungen auf internationale Nachwuchskräfte angewiesen sind. Der Begrüßungsabend zeigt, dass Onstmettingen die Chance hat zu beweisen, dass er weltoffen ist und ausländische Fachkräfte willkommen heißt.
Der BeneVit-Gründer Kaspar Pfister betonte in seiner Ansprache, dass gute Pflege mehr sei als rein medizinisches Handwerk. Dies werde in seiner Unternehmensgruppe von rund 600 Mitarbeitende aus mehr als 20 Nationen geleistet. „Da sind Staaten dabei, von denen wusste ich noch nicht einmal, dass es die gibt.“
Kaspar Pfister: nicht genügend Fachkräfte aus Deutschland
Es längst nicht mehr möglich sei, den Personalbedarf allein mit Fachkräften aus dem Inland zu decken. Daher setze BeneVit verstärkt auf eigene Ausbildung.
Im Anschluss sagte einer der Auszubildenden im Gespräch mit Pfister, er habe nicht damit gerechnet, den Unternehmensgründer persönlich kennenzulernen. Bisher kenne er ihn nur von Bildern und Videos – umso überraschender und bedeutender sei für ihn das direkte Willkommen gewesen
Oberbürgermeister Roland Tralmer, Ortschaftsrat Jürgen Kurz und Pflegedienstleiter Timo Schramm nutzten ebenfalls die Gelegenheit, die jungen Menschen zu heißen. Tralmer hob hervor, dass es zwar einige laute Stimmen gebe, die Deutschland noch immer nicht als Einwanderungsland anerkennen wollen. Doch in der Pflege zähle vor allem eines: „Man muss Menschen nicht nur mögen, sondern lieben.“
Die Auszubildenden selbst bedankten sich für den herzlichen Empfang und die Chance, im Haus Raichberg lernen zu können. Eine von ihnen äußerte das Ziel, Deutsch eines Tages so gut zu beherrschen wie ihre Muttersprache – eine Ambition, die bei den bereits guten Sprachkenntnissen deutlich zu erkennen ist.
Zwischen Feuerschalen, Lichterketten, Schupfnudeln, Glühwein und Kinderpunsch wurde der milde Abend zu einem gelungenen Zeichen für Offenheit und Miteinander. Diakon Michael Weimar sorgte mit seiner Drehorgel für musikalische Begleitung und trug zu der freundlichen Atmosphäre bei, in der die neuen Auszubildenden ihren Empfang in der neuen Umgebung erlebten.