Zu lange und zu laut: Die Band am Samstag auf dem Rathausplatz. Foto: Ziechaus

Zu wenig Rücksicht sei bei dem Harley-Treffen am Wochenende auf die Belange der Anwohner der Innenstadt gelegt worden, ist die Ansicht von Elke und Walter Gebel aus Schramberg.

Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an das Polizeirevier Schramberg, die Frauen und Männer der Wache waren überaus gefordert. Mussten sie doch, neben Ihren eigentlichen und wichtigen Aufgaben am Wochenende immer wieder als Anlaufstelle für aufgebrachte Anwohner, wie wir es auch waren, herhalten.

 

Ein Motorradtreffen, das von der Stadt Schramberg genehmigt wurde, mitten in der Innenstadt. Eine Zumutung an Lautstärke und Lärmpegel- Überschreitungen. Was denken sich Schramberger Mitbürger wenn sie solch eine Veranstaltung in der Innenstadt von Schramberg abhalten? Geht es hier um das Allgemeinwohl, wie ein Stadtfest oder unsere wunderschöne Schramberger Fasnet?

Nein, es geht wohl eher um die Profilierung einiger weniger, ohne Rücksicht auf die Anwohner, die das Ganze ertragen müssen. Denn eine Genehmigung hat der Veranstalter von höchster Schramberger Stelle und ist somit, zumindest rechtlich fein raus. Gerechterweise muss gesagt werden, dass unsere Stadtverwaltung wohl erstmal davon ausgehen kann, dass die Dinge, die genehmigt wurden eingehalten werden.

Enormer Lärmpegel

Lärmpegel, eine Band die an Lautstärke alles bisher dagewesene übertrifft und dies auch noch nach Mitternacht; eine Gruppe, eigens engagiert, ihre speziell präparierten Motorräder im Stand, so aufzudrehen, dass die Funken meterhoch flogen und die Hauptstraße in eine Wolke von Abgas gehüllt war. Ein unerträglicher Lärm!

Wieso überhaupt genehmigt?

Hier muss nun aber die Frage erlaubt sein, wieso gab es überhaupt eine Genehmigung in der Innenstadt für solch ein Event?

Die ganze Innenstadt wurde gesperrt, der Verkehrsfluss musste umgeleitet werden und sogar der Wochenmarkt wurde ersatzlos gestrichen.

Ein Privatvergnügen

Also worüber sprechen wir hier, über allgemeines Interessengut, nein es war und bleibt ein Privatvergnügen einiger weniger Menschen, die sicherlich in Schramberg schöne Stunden erlebt haben aber auf Kosten der ortsansässigen Bevölkerung und das ist vollkommen inakzeptabel und sowas darf es in der Zukunft auch nicht mehr geben.

Ich gehe davon aus, dass es entsprechende Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Veranstalter geben wird und dabei der Fokus der Stadtverwaltung ganz klar auf dem Wohl aller Mitbürger liegt.

Elke und Walter Gebel, Schramberg

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