Nach einem Murenabgang in der Nacht zum Freitag ist die Verbindungsstrecke zwischen Alpirsbach-Rötenbach und Aichhalden-Rötenberg gesperrt.
Es hatte sich am Donnerstagnachmittag mit einem ersten größeren Stein angekündigt: Dass dann aber der ganze Böschungsbereich an der Landesstraße 422 zwischen Rötenbach und Rötenberg abrutschen könnte, wie in der Nacht zu Freitag geschehen, das war so allerdings doch nicht vorhersehbar.
An zwei direkt nebeneinander liegenden Bereichen ist der Hang etwas unterhalb der „Heidelbeermühle“ auf Gemarkung Rötenbach abgerutscht. Dabei wurde nicht nur einiges an Erdmaterial mitgerissen, sondern auch mehrere größere Steine.
Der Alarm ging am Freitag gegen 2.40 Uhr ein. Die Polizei richtete umgehend eine Vollsperrung ein und informierte die Straßenmeisterei Freudenstadt. Ein Mitarbeiter machte sich ein Bild von der Lage vor Ort – und stellte schnell fest, dass es sich um „was Größeres“ handelt: „Wir rechnen damit, dass aufgrund der Größe des Hangrutsches und der Gefahr von Nachrutschungen größere Maßnahmen erforderlich sind“, sagt Sabine Matt, Sprecherin des Landratsamts Freudenstadt.
Nach aktueller Einschätzung könnten die Arbeiten mehrere Wochen andauern. Entsprechend ist auch mit einer langen Straßensperrung zu rechnen. Nun muss aber erst noch ein Geologe die Gefahrenstelle begutachten und die Lage einschätzen.
Schüler erhalten frei
Betroffen durch die Sperrung ist neben dem Individual- besonders der Bus- und Schülerverkehr von und über Rötenberg nach Alpirsbach.
Die einzig geeignete Umleitung, so Aichhaldens Bürgermeister Michael Lehrer, führt über Peterzell – dies bedeutet rund eine Viertelstunde längere Fahrzeit.
Für die Schüler, die aus Aichhalden und Rötenberg am Freitag noch hätten zur Schule müssen – dort war im Gegensatz zum Bereich Schramberg – noch Unterricht– bedeutete die Sperrung einen zusätzlichen Tag „frei“, wie Lehrer berichtet. Nach Fasnet dann soll eben der Fahrplan – wie schon bei Bauarbeiten auf der Strecke üblich – angepasst werden.
Die Straßenmeisterei Schramberg-Sulgen wird nach Worten von deren Leiter Sigmund Villing trotz der Sperrung der L 422 den Winterdienst auf der Landesstraße weiterhin abdecken – dabei geht es auch darum, dass die Anlieger in diesem Bereich ihre Häuser verlassen und wieder zurückkehren können.
Für die Strecke bis Alpirsbach sind nämlich laut Vereinbarung mit dem Landkreis Freudenstadt die Sulgener zuständig.