„Jeder Einzelne von euch zählt“, betonte Pfarrer Helmut Löffler bei der feierlichen Aussendungsfeier der Sternsinger am Freitagabend in der Kirche Sankt Wendelin in Geschwend.
Über 80 Sternsinger aus Schönau und den GVV-Gemeinden sowie aus Todtnau und den Ortsteilen wurden dabei auf ihren Weg gebracht. Pfarrer Helmut Löffler bedankte sich bei ihnen, dass sie sich ehrenamtlich engagieren und ihre Zeit für eine gute Sache einbringen.
Die Sternsinger selbst gestalteten auch den Gottesdienst mit – mit Kyrie, Gebeten und Fürbitten, zwei von ihnen spielten auf ihren Instrumenten zum Lied „Stern über Bethlehem“.
Löffler ging in seiner Ansprache in den direkten Dialog mit den Sternsingern. Er sprach mit ihnen über die drei Könige, die in der Krippe dargestellt werden als drei Heilige aus verschiedenen Ländern.
Dies soll ausdrücken, dass Jesus für alle Menschen in diese Welt gekommen ist, so Löffler. Auch werden die Könige in drei verschiedenen Lebensphasen dargestellt.
„Ihr nehmt euch die drei Könige zum Vorbild, ihr macht euch auf den Weg und werdet den Familien mit Texten und Liedern die Botschaft Gottes überbringen“, sagte Löffler an die Sternsinger gerichtet. Dabei werden diese für arme Kinder sammeln – konkret richtet sich die diesjährige Sternsingeraktion des Kindermissionswerks gegen Kinderarbeit in Bangladesch unter dem Motto: „Schule statt Fabrik“.
Kinder in Bangladesch sollen zur Schule gehen können
Die Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. In dem südasiatischen Land Bangladesch müssen noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, 1,1 Millionen von ihnen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen, informiert das Kindermissionswerk.
Zwei Betreuerinnen der Sternsinger zeigten zum Zweck der Aktion im Gottesdienst auch ein Rollenspiel. Auch die Fürbitten und Gebete waren den Kindern gedacht, die arbeiten müssen und deren Träume für die Zukunft unerreicht blieben.
Pfarrer Löffler segnete sodann die Kreiden und Aufkleber sowie die Sternsinger selbst. Er wünschte ihnen einen guten Weg und ermunterte sie auch dann entspannt zu bleiben, sollten sie mal nicht so freundlich empfangen werden.
Gruppen ziehen durch schneebedeckte Straßen
Schon am Samstag zogen dann die ersten Gruppen durch die dann schneebedeckten Straßen, sangen ihre Lieder, sagten ihre Verse auf und hinterließen den Segen „20xC+M+B x26“ auf den Haustüren, der bedeutet: Christus mansionem benedicat („Christus segne dieses Haus“). Mehrere Tage waren die Kinder unterwegs. Am Dienstag, 6. Januar, 10 Uhr, findet dann zum Abschluss der Dreikönigsgottesdienst in der Sankt-Johannes-Kirche Todtnau statt.