In der Dornstetter Innenstadt wurde der Grundstein gelegt für einen neuen Gebäudekomplex. Dort sollen Wohnungen, Praxis- und Gewerbeflächen entstehen.
Eine weitere Lücke schließt sich in Dornstetten: In der Tübinger Straße 15 haben die Arbeiten für einen neuen Gebäudekomplex begonnen. Darüber berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. In der laut Mitteilung prominenten Baulücke seitlich und hinter dem denkmalgeschützten „Waldmeisterhaus“ entsteht ein fünfgeschossiges Gebäude mit Wohnungen, Praxis- und Gewerbeflächen sowie einer Tiefgarage.
Umgesetzt wird das Bauvorhaben von der Firma „Heinzelmann GmbH ECO Premium-Bau“ aus Freudenstadt, die mit ihrem Plan bei der Stadt Dornstetten auf offene Türen gestoßen ist, wie es in der Mitteilung heißt. „Wir brauchen dringend neuen Wohnraum“, erklärte Bürgermeister Bernhard Haas bei der gemeinsamen Grundsteinlegung mit Dieter Heinzelmann und Stephan Heinzelmann.
Vor vier Jahren verkauft
Stadtverwaltung und Gemeinderat freuen sich laut der Mitteilung besonders, dass der neue Raum flächenschonend geschaffen werden kann. Innerstädtische Nachverdichtung ist hier das Stichwort. „Wir können nicht unendlich neue Gebiete ausweisen“, fasst Bürgermeister Haas zusammen. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Brachfläche in der Tübinger Straße wieder in Nutzung genommen wird.“
Vor vier Jahren hatte die Stadt Dornstetten die Fläche an die Firma „Heinzelmann GmbH ECO Premium-Bau“ verkauft und anschließend mit einer Änderung des Bebauungsplans die Voraussetzungen für die Wiederbebauung der Lücke in der Tübinger Straße 13 und 15 geschaffen.
500 Quadratmeter Geschäftsfläche
Im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes sollen nach Fertigstellung 500 Quadratmeter ebenerdige Geschäftsflächen für Dienstleistung und Gewerbe verfügbar sein, vorzugsweise für medizinische Dienstleistungen wie Arztpraxen oder Physiotherapie. Im ersten bis vierten Obergeschoss entstehen 14 Mietwohnungen in unterschiedlicher Größe mit Balkonen oder Terrassen.
Das Bauprojekt selbst liegt innerhalb des städtischen Sanierungsgebiets „Hauptstraße“. Der Abbruch der alten Gebäude wurde von der Stadt im Rahmen des Landessanierungsprogramms des Landes Baden-Württemberg finanziell gefördert, wie es in der Mitteilung heißt.
Die „Heinzelmann ECO Premium-Bau“ sei dabei kein klassischer Bauträger, der erst baut und dann weiterverkauft, heißt es in der Mitteilung. „Wir möchten die Flächen im Bestand halten und vermieten, nicht verkaufen“, erklärt Stephan Heinzelmann. „Außerdem wünschen wir uns eine gemischte Altersstruktur, auch und gerade mit älteren Mieterinnen und Mietern, die ein altersgerechtes Umfeld in der Stadtmitte suchen.“
Abriss nicht möglich
Wäre es nach den Bauherren gegangen, wäre die Maßnahme noch großflächiger ausgefallen. „Wir hätten gerne auch noch die Fläche des ehemaligen Waldmeisterhauses hinzugenommen“, räumt Dieter Heinzelmann ein. Seit Jahren bemühen sich die Eigentümer laut der Mitteilung um eine Abbruchgenehmigung für das Gebäude in der Tübinger Straße 17. Doch der Denkmalschutz des historischen Gebäudes wiegt schwer und ein Abriss des Gebäudes war bislang nicht zu erreichen. Dennoch wurden laut der Mitteilung alle Vorbereitungen getroffen, sollte es einmal auf der Restfläche weitergehen können.