Auch Tino Berthold, der Vorsitzende des Gesamtelternbeirats von VS, spricht sich klar gegen den Vorschlag aus, dass die neue Grundschule Hallerhöhe in Schwenningen dauerhaft in der Containeranlage am Deutenberg untergebracht werden soll.
Wo sollen die Kinder der neuen Grundschule Hallerhöhe unterrichtet werden? Hierzu gibt es verschiedene Überlegungen – darunter auch die neueste, dass auch eine dauerhafte Unterbringung der Klassen in den Schulcontainern am Deutenberg in Frage kommen könnte.
Diese Variante hatte Oberbürgermeister Jürgen Roth Anfang dieser Woche ins Spiel gebracht, nachdem er aus dem Gemeinderat heraus dazu einen „Prüfauftrag“ bekommen hatte. Diese Lösung wäre eine mögliche Alternative statt der Ertüchtigung oder auch Generalsanierung des Bestandsgebäudes auf der Hallerhöhe – und würde der Stadt Geld einsparen, das man an anderer Stelle ausgeben könnte.
Einer, der sich ganz klar gegen diese Überlegungen ausspricht, ist Tino Berthold, der Vorsitzende des Gesamtelternbeirats. Dass die jetzt im September einzuschulenden Kinder vorübergehend in die Container ziehen sollen, um in Ruhe das Hallerhöhe-Gebäude sanieren zu können, habe man mitgetragen. Eine Dauerzustand dürfe das aber keineswegs werden, sagt er: „Wir akzeptieren die Notlösung, aber keine dauerhafte Lösung in den Containern.“
Der Faktor Zeit
Vor allem auch der zeitliche Aspekt bringt Berthold in Rage: „Fünf Monate vor Schulstart fängt man an, daran zu denken, was mit den Kindern wird.“ Dass die Ertüchtigung des Hauses Hallerhöhe teuer und aufwendig werde, sei schon 2014 genau so wie jetzt thematisiert worden, als man überlegte, wie es mit dem Gymnasium am Deutenberg weitergehen sollte. Damals entschied man sich für einen neuen Anbau ans Gymnasium – und gegen den Standort Hallerhöhe. „Es ist für den Gesamtelternbeirat ein Déja-vu. Und jetzt verlieren wir schon wieder unnötig Zeit“, ärgert er sich.
Gegen eine dauerhafte Containerlösung spricht aus seiner Sicht zum Beispiel, dass man für die Grundschüler an der Stelle keinen abgegrenzten Schulraum habe. „Wer soll das beaufsichtigten?“, fragt er sich zum Beispiel mit Blick auf die Pausensituationen. Allein, weil hier so viele Kinder und Jugendliche auf einem Raum zusammenkämen, sei „Stress vorprogrammiert.“ Und auch die Frage der Ganztagsbetreuung, die dauerhaft ja an der neuen Schule auch vorgesehen sei, sei noch ungeklärt. In den Containern habe man dafür keinen Platz. Sein Fazit: „Wir brauchen in unserer Stadt ordentliche Schulen, die ordentlich ausgebaut sind.“