Die Sparkasse Kinzigtal wird Mitte des Jahres vom Fürstenberger Hof in die Hauptstelle, die noch saniert wird, umziehen. Foto: Störr

Die größte Einzelinvestition der Sparkasse Kinzigtal nähert sich dem Abschluss. Die Hauptstelle in der Haslacher Altstadt soll zur Jahresmitte eröffnen.

Die Sparkasse Kinzigtal steht kurz vor dem Abschluss der größten Einzelinvestition ihrer Geschichte: der Kernsanierung der Hauptstelle in der Haslacher Altstadt. Für rund 13 Millionen Euro entsteht auf 2600 Quadratmetern eine moderne Arbeitsumgebung für etwa 100 Beschäftigte. Vorstandsvorsitzender Sebastian Lebek und Vorstandsmitglied Carlo Carosi teilten im Rahmen der Bilanzpressekonferenz mit, dass das Gebäude zur Jahresmitte bezogen werden soll.

 

Ein Großteil der Aufträge wurde an hiesige Unternehmen vergeben, um die Wertschöpfung in der Region zu halten. Rund ein Drittel der Investitionssumme fließe in Maßnahmen zur energetischen Sanierung, darunter Wärmedämmung, neue Fenster, eine Photovoltaikanlage, eine moderne Lüftungstechnik sowie eine Wärmepumpe.

Künftig soll das Gebäude dem KfW-70-Standard entsprechen und etwa 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als ein vergleichbares Referenzgebäude. Durch die Altstadtsatzung, die für mehrere Herausforderungen gesorgt habe, sei es nicht so einfach gewesen, dieses Ziel zu erreichen, schilderte Carosi. Als Beispiel nannte er die Wärmepumpe.

Auszug aus dem Fürstenberger Hof

„Allein dieses Invest war tricky“ – so sei eine Forderung gewesen, die Pumpe durch eine Mauer zu verkleiden, die optisch der gegenüberliegenden Altstadt-Mauer ähneln soll. Wenn die Hauptstelle umgebaut ist, wird die Sparkasse auf die Nutzung des Fürstenberger Hofs verzichten, den sie aktuell noch von der Stadt angemietet hat.

Dass trotz der insgesamt geringerer Fläche genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, soll durch flexible Arbeitsplatzmodelle ermöglicht werden – so gibt es keine festen Büros mehr, sondern die Mitarbeiter können alle Arbeitsplätze nutzen – oder auch zu Hause im Homeoffice arbeiten. Auch für die Kunden wird es Neuerungen geben, zum Beispiel eine KI-gestützte Dialoginsel im Eingangsbereich.

Stadt will vermieten

Und wie geht es mit dem Fürstenberger Hof weiter? „Nach dem Auszug der Sparkasse Ende Juni werden wir den Fürstenberger Hof weitervermieten“, informierte Bürgermeister Armin Hansmann. Zuvor bedürfe es aber etwas der baulichen Renovierung und Anpassung der Haustechnik von bisher einem Mieter auf voraussichtlich drei Mietparteien. „Nach bisheriger Planung wird dies etwa drei Monate in Anspruch nehmen“, teilte er mit. Derzeit stehe die Stadtverwaltung, was die zukünftigen Mieter betreffe, noch in Verhandlungen. In Teilen seien diese auch schon abgeschlossen. „Eine Etage ist mit heutigem Stand jedoch noch verfügbar“, schrieb er. Eine öffentliche Annonce für diese Räumlichkeiten sei zeitnah geplant.