Auf der Suche nach dem Unfallfahrer sind zahlreiche Kräfte im Einsatz. Foto: Behrens

Zahlreiche Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren und die Polizei suchen aktuell zwischen Bösingen und Seedorf nach einer Person.

Feuerwehrauto um Feuerwehrauto, DRK und Polizei rücken am Montagnachmittag gegen 14.30 Uhr zum Wäldchen zwischen Bösingen und Seedorf an. Die Ursache für den Großeinsatz? Offenbar eine Personensuche.

 

Auf Nachfrage beim Polizeipräsidium Konstanz, in dessen Zuständigkeit auch der Kreis Rottweil fällt, erfahren wir mehr. Offenbar wurde auf dem Bruckäcker, der Verbindungsstraße zwischen Bösingen und Seedorf, ein E-Call ausgelöst. Dabei handelt es sich um ein Notrufsystem bei Autos, das bei einem schweren Verkehrsunfall auslöst. In diesem Fall war das Auto offenbar gegen einen Baum geprallt.

Suche mit Polizeihunden

Als kein Sprechkontakt mit dem Fahrer hergestellt werden konnte, seien die Einsatzkräfte ausgerückt. Feuerwehr und DRK werden dabei automatisch alarmiert.

Vor Ort habe man den Fahrer nicht antreffen können, erfahren wir vom Polizeisprecher in Konstanz. Deshalb laufe nun eine Personensuche. Dafür seien auch Polizeihunde und eine Drohne im Einsatz. 

An der ausgeweiteten Suche beteiligt sind laut Kreisfeuerwehrsprecher Sven Haberer die Feuerwehren Bösingen-Herrenzimmern, Dunningen und Seedorf. Die Feuerwehr Schramberg ist mit einem Rüstwagen vor Ort. Außerdem im Einsatz ist die DRK-Bereitschaft Bösingen-Herrenzimmern. 

Mehr als 50 Einsatzkräfte seien an der Suche beteiligt, so Haberer am späten Montagnachmittag. „Es ist unklar, ob die betroffene Person verletzt ist oder sich in einer hilflosen Lage befindet. Deshalb haben wir die Suchmaßnahmen ausgeweitet“, teilt er mit und bittet um Hinweise zum Aufenthaltsort der Person. 

Gegen 16.30 Uhr  geht der Blick dann gen Himmel. Die Suchaktion wird durch einen Polizeihubschrauber unterstützt, der in Stuttgart gestartet ist und offenbar nach einem Einsatz am Bodensee Kurs auf Bösingen genommen hat.

Etwa eine Stunde später erfahren wir von der Polizei: Die Suche nach dem Flüchtigen wird eingestellt. Man habe alles abgesucht. Der Fahrer habe sich inzwischen auch telefonisch bei jemandem gemeldet, man gehe also nicht mehr davon aus, dass er sich in einer hilflosen Lage befinde, so die Polizei. Die Ermittlungen würden nun auf andere Weise weitergeführt.