Großeinsatz in Weilheim: Der Stall eines Bauernhofs stand in Flammen. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren an den Löscharbeiten beteiligt. Sachschaden: mehr als 150 000 Euro.
Der Brand eines Rinderstalls in Weilheim hielt die Feuerwehr in der Nacht vom Sonntag auf Montag in Atem: Rund 130 Kräfte waren mit 19 Fahrzeugen vor Ort, um den Großeinsatz auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs am Ortsrand zu bewältigen.
Alarmiert wurde die Feuerwehr um 1.31 Uhr am sehr frühen Montagmorgen mit den Stichworten „Hofanlage, Stall brennt, Kühe in Gefahr“ in Weilheim. Durch das schnelle Eingreifen konnten der Brand eingedämmt und rund 50 Rinder gerettet werden, so die Bilanz der Feuerwehr.
Beim Eintreffen er erstalarmierten Kräfte, Gesamtstadtkommandant Frank Brecht mit dem Kommandowagen als Einsatzleiter, die Abteilung Weilheim und der Löschzug der Stadtabteilung, war der Stall im rückwärtigen Bereich des Gebäudes im Vollbrand.
23 Rinder verenden in den Flammen
Die ersten Maßnahmen waren daher, die rund 50 Rinder im vorderen Bereich des Stalls aus dem Gefahrenbereich zu retten und die Brandbekämpfung mit vier Strahlrohren am Stall unter Atemschutz aufzunehmen.
Dabei auch ein Wenderohr vom Drehleiterkorb aus, um dem Feuer auch von oben Herr zu werden. Trotz dieser schnellen Maßnahmen konnten rund 23 Rinder im unmittelbaren, hinteren Gefahrenbereich des brennenden Stalls nicht mehr gerettet werden und sind dem Brand erlegen.
Auf Anfahrt wurden durch den Einsatzleiter Frank Brecht aufgrund der Wasserversorgung, die über weite Wegstrecken erfolgen musste, der Löschzug „Wasser“ der Hechinger Gesamtwehr – darunter die Abteilungen Boll und Stein mit je einem Fahrzeug – sowie die Feuerwehren Grosselfingen und die Feuerwehrabteilung Rangendingen nachalarmiert.
Zahlreiche Feuerwehrleute sind am Einsatz beteiligt
Weiterhin wurden die Abteilungen Bechtoldsweiler, um die Wachbereitschaft im Hechinger Feuerwehrgerätehaus aufrecht zu erhalten, und die Abteilung Boll, um das Hygienekonzept, welches im Fall eines Atemschutzeinsatzes greift, umzusetzen, nachalarmiert. Ebenfalls im Einsatz war die Feuerwehrdrohne der Hechinger Stadtabteilung, die Einblick über das Ausmaß der Lage und etwaige Glutnester als Auge von oben geben konnte.
Gegen 4 Uhr war der Brand unter Kontrolle und der Löschzug „Wasser“, die Bereitschaften in den Feuerwehrgerätehäusern und die Führungsunterstützung konnten sich zurückziehen. Die weiteren Nachlöscharbeiten und Brandwache zogen sich bis in die Morgenstunden.
Polizei schätzt Sachschaden auf mindestens 150 000 Euro
Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Hechingen mit den Stadtabteilungen sowie den Abteilungen Weilheim, Boll und Stein, 73 Einsatzkräfte, die Feuerwehr Rangendingen mit der Rangendinger Abteilung, 27 Einsatzkräfte und die Feuerwehr Grosselfingen, 24 Einsatzkräfte, ebenso der Rettungsdienst mit neun und die Polizei mit sechs Einsatzkräften. Vor Ort waren auch der Kreisbrandmeister, die Stadtwerke und der Energieversorger.
Wie die Polizei berichtet, sei die Ursache für den Brand nach wie vor unklar. Den Sachschaden schätzen die Beamten auf „mindestens 150 000 Euro“.