Der Glasfaserausbau in Weilheim läuft. Am Mittwoch hat der offizielle Spatenstich die Arbeiten der Netcom BW eingeläutet. Einige Hausanschlüsse sind bereits installiert. Bis zum 750-jährigen Dorfjubiläum 2025 soll die Maßnahme dann abgeschlossen sein.
„Das Interesse nach schnellem Internet in Weilheim ist außergewöhnlich“, führte Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn in den Festakt rund um den offiziellen Spatenstich zum Glasfaserausbau am Mittwoch ein. Bereits über 80 Prozent der Weilheimer hätten mit der Netcom BW im Rahmen einer viermonatigen Vorvermarktungsphase einen Glasfaservertrag abgeschlossen.
Federführend tätig für das Tochterunternehmen der ENBW ist das Team um Projektleiter Dominik Gebert, der das Vertrauen der Weilheimer zu schätzen weiß. So schnell wie möglich wollen er und sein Team mehr als 250 Gebäude direkt an das Highspeed-Netz der Netcom BW anbinden. Beteiligt an den Arbeiten sind auch die NeuNet Constructions GmbH und die GPG. Abgeschlossen werden soll die Maßnahme dann im kommenden Jahr 2025. Dann steht auch das 750-jährige Dorfjubiläum an.
Privatleute und Firmen profitieren
Bürgermeister Hahn weiß: „Oft scheitert der Glasfaseranbau an der Refinanzierung. Es ist daher vorbildlich, dass so viele Weilheimer mitmachen wollen.“ In der heutigen digitalen Zeit sei schnelles Internet unerlässlich. Für Homeoffice in Privathäusern oder bei den Firmen stelle der Breitbandanschluss einen entscheidenden Faktor für den Standort Weilheim dar. „Es müssen immer größere Datenmengen immer schneller von A nach B übertragen werden“, so Hahn weiter.
Konkret wird der Fiber-to-the-Building-Ausbau – kurz: FTTB – das schnelle Internet den Weilheimern direkt ins Haus bringen. Im Gegensatz zu einem FTTC-Ausbau – da erfolgt der Anschluss nur bis zum Bordstein. Nach Abschluss des Ausbaus seien dann Datenübertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s möglich.
Auch Karl Wolf, Dezernent des Hauptamtes im Landratsamt, freut sich über den Breitbandausbau – und nicht nur, weil er selbst in Weilheim wohnt: „Zukunft heißt auch schnelles Internet.“
Arbeiten bringen Einschränkungen mit sich
Ortsvorsteher Gerd Eberwein fügt an: „Im Rahmen von Bürgerbeteiligungsmaßnahmen haben sich die Weilheimer immer wieder für schnelles Internet ausgesprochen.“ Der Ortschaftsrat habe das Thema daher im Nachgang stets vorangetrieben – nun trage die Arbeit Früchte.
Und so läutete der offizielle Spatenstich am Mittwoch am Alten Schulhaus in Weilheim die Arbeitsphase ein – auch wenn der Spatenstich aufgrund der dort nicht vorhandenen Erde provisorisch erfolgte. Ein Lastwagen kippte extra einen Haufen Sand auf den Vorplatz. Losgegangen sind die ersten Arbeiten zudem schon: In der Leo-Saurer-Straße, der Hausener Straße und der Burgstraße sind Hausanschlüsse installiert worden. Nun folgen nach und nach die einzelnen Bezirke.
Grundstücke teils nur begrenzt zugänglich
Für die Anwohner bringt die Verlegung der Leerrohre und das Einziehen der Glasfaserleitungen bis zu den Hausanschlüssen aber auch Einschränkungen mit sich. Ortsvorsteher Eberwein bittet daher, Autos während der Bauarbeiten nicht im öffentlichen Bereich zu parken, so dass die Arbeiten reibungslos abgeschlossen werden können. Grundstückszufahrten werden dazu für kurze Zeit, bis maximal einen Tag, nur beschränkt zugänglich sein.
Nach Abschluss der Bauarbeiten werden noch offene Stellen im Gehweg bestehen. Diese werden nach Beendigung der Bauphase verschlossen.