Es ist amtlich: Der FC Holzhausen spielt Mitte Juni in der Relegation. Der Gegner ist noch nicht bekannt. Foto: Tom Weller/dpa

Der 1. FC Bruchsal aus Nordbaden tritt nicht zu den Aufstiegsspielen an. Das hat auch Auswirkungen auf den FC Holzhausen, dem in der Relegation ein Hammerlos droht.

Seit dem Wochenende ist es auch rechnerisch fix: Der FC Holzhausen spielt als Vizemeister der Verbandsliga um den Aufstieg in die Oberliga. Am 14. und 22. Juni geht’s ans Eingemachte, wenn der FCH als württembergischer Vertreter ins Relegationsgeschehen eingreift.

 

Gegen wen? Das ist noch unklar, zunächst treffen die Vertreter aus den Verbandsligen aus Süd- und (Nord)baden in Hin- und Rückspiel aufeinander. Im Süden ist bereits alles klar, der Türkische SV Singen – ein Team gespickt mit einiges Ex-Spielern des FC 08 Villingen – wurde hinter dem FC Denzlingen Zweiter.

Dass der Vertreter aus der Verbandsliga des Badischen Fußballverbands (BFV) zum Wochenstart noch nicht bekannt war, hat witterungsbedingte Gründe. Denn mehrere Spiele in Nordbaden mussten am Wochenende aufgrund von Gewittern abgebrochen werden.

Davon unter anderem betroffen: Die zweite Mannschaft des Karlsruher SC. Die Partie gegen die SG HD-Kirchheim wurde beim Stand von 0:0 nach rund 40 Minuten abgebrochen. Am Dienstagabend reist die U23 des KSC nun erneut nach Heidelberg und muss zwingend gewinnen, um Platz eins vom 1. FC Bruchsal 1899 zurück zu erobern.

Fernduell um Platz drei

Denn die Bruchsaler gewannen ihre Partie beim VfB St. Leon mit 10:1 und haben nun die um ein Tor bessere Tordifferenz. Gleichzeitig schossen sich die Bruchsaler den Frust von der Seele. Davon hatten sie auch mehr als genug. Am Spieltag zuvor verloren sie das Topspiel in Karlsruhe mit 3:1 und war mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden. Wenige Tage später gab der Verein bekannt, nicht an der Relegation teilzunehmen. Der Grund: Spielermangel, man spricht von zehn – teilweise längerfristigen – Ausfällen.

Sollte also Karlsruhe am Dienstag gewinnen und die Meisterschaft klarmachen, würde der Dritte nachrücken. Stand jetzt wäre das der 1. FC Mühlhausen, dessen Heimspiel am Wochenende ebenfalls abgebrochen wurde. Im Fernduell mit dem punktgleichen GU-Türk. SV Pforzheim, der aufgrund des Gewitters ebenfalls noch mal ran muss, geht’s am Mittwoch um Platz drei. Zur Relegation berechtigt dieser jedoch nur, wenn der KSC-Nachwuchs als Meister aufsteigt.

Falls nicht, würden die Karlsruher in die Relegation gehen. In Holzhausen und Singen dürfte man jedoch eher dem KSC die Daumen drücken, um eine Relegation gegen die Zweitliga-Reserve zu vermeiden.

Diese wurde erst zu dieser Saison gemeldet und durfte direkt in der Verbandsliga starten. Bei der Konkurrenz sorgte das teilweise für Unmut.

Eine pikante Randnotiz

Dass mit der Heidenheimer U21, die zur Saison 2026/27 in der Verbandsliga starten will (wir berichteten), in Württemberg bald ein ähnliches Szenario droht, ist dabei eine pikante Randnotiz. Denn der neue Sportliche Leiter des FC Holzhausen, Rainer Huss, hatte sich nicht begeistert über die Heidenheimer Pläne gezeigt. „Der Liga zu entfliehen, das wäre die Königslösung“, sagte er.

An diesem Plan dürfte man in Holzhausen nach wie vor festhalten. Die Chance dazu gibt’s am 14. und 22. Juni.