Die Firma SB Food will ihr Betriebsgebäude im Gewerbegebiet Kopfäcker erweitern. Foto: Rainer Bombardi

Die Firma SB Food will die Produktion erweitern. Der Rat stimmte einer Änderung des Bebauungsplans und damit der Erweiterung der Gebäudehöhe von 20,5 auf 33 Meter zu.

Der Gemeinderat möchte Gewerbe und Industrie am Standort Hüfingen Entwicklungsperspektiven bieten. Deshalb befürwortete er – mit Ausnahme der LBU-Fraktion – eine Bebauungsplan-Änderung im Hüfinger Gewerbegebiet Kopfäcker. Sie sieht eine Steigerung der bisher gültigen maximalen Bauhöhe von 20,5 auf 33 Meter vor.

 

Notwendig wird diese Änderung aufgrund einer geplanten Betriebserweiterung der Firma SB Food. Der Lebensmittelbetrieb beabsichtigt, mit der geplanten Erweiterung in Richtung Bahnlinie seine Produktionsabläufe an moderne Anforderungen anzupassen. SB Food erklärte sich bereit, alle mit der Bebauungsplan-Änderung anfallenden Kosten zu übernehmen.

Keine Begrünung möglich

Der für die Gestaltung des zweiten Bauabschnitts verantwortliche Planungsingenieur Henner Lamm informierte, dass infolge der Offenlage der Planunterlagen keine Stellungnahmen der Öffentlichkeit in Bezug auf die Bauhöhe eingingen. Alle Hinweise der Behörden sind bereits im Ursprungsplan eingearbeitet. Das bestehende Entwässerungskonzept sei auch für den Neubau gültig. Eine Anregung des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV), das Dach und die Fassade des neuen Produktionsgebäudes zur Optimierung der Regenrückhaltung zu begrünen, bezeichnete er als vernünftig, erklärte aber: „Wir müssen darauf aus hygienischen Gründen verzichten, um die Lebensmittelproduktion nicht zu gefährden.“

Lob und Kritik

Harald Weh (CDU) bezeichnete den schnellen Abschluss des geänderten Bebauungsplanverfahrens als erfreulich. Kerstin Skodell (SPD) sprach von einem innovativen Vorhaben des Antragstellers. Sie hoffe, dass alles wie gewünscht vorwärts gehe. „Wir sind froh ein derart tolles Unternehmen in Hüfingen zu haben“, ergänzte Michael Steinemann (Freies Forum). „Wir schießen uns als Kommune ins eigene Knie, wenn wir bezüglich dem von der Produktion ausgehenden Lärm nichts unternehmen“, kritisierte dagegen Gemeinderat Peter Albert (LBU).