Grünes Licht gab der Gemeinderat für die Vergabe einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung neuer Gewerbeflächen in Mötzingen.
„Wir wollen jetzt den nächsten Schritt machen“, erklärte Bürgermeister Benjamin Finis in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Dies vor allem deshalb, weil es in Mötzingen Unternehmen mit Ambitionen zur Erweiterung oder auch Neuansiedlungswünsche gibt. Bereits im vergangenen Jahr hatten Verwaltung und Gemeinderat den Handlungsbedarf erkannt.
Immerhin wurde in der Gäugemeinde letztmals vor 25 Jahren ein Gewerbegebiet erschlossen, 2015 der letzte verfügbare Gewerbebauplatz verkauft. Ein im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts erstellter Bedarfsnachweis für Gewerbeflächen geht mit Blick auf die derzeit entstehenden Neubaugebiete „Röte II“ und „Röte III“ in den kommenden Jahren von einem deutlichen Bevölkerungswachstum aus. Vor diesem Hintergrund wird einen Flächenbedarf von insgesamt 9,8 Hektar bis zum Jahr 2040 für Gewerbeansiedlungen ausgewiesen.
Deshalb hat der Gemeinderat im November beschlossen, die Planungen zur Entwicklung neuer Gewerbeflächen nördlich und westlich des bestehenden Gewerbegebiets voranzutreiben und die Verwaltung beauftragt, Angebote für eine Machbarkeitsstudie einzuholen. Ziel der Studie soll sein, die städtebauliche und erschließungstechnische Machbarkeit des rund zehn Hektar umfassenden Gebiets zu prüfen. Gleichzeitig sollen Entwicklungsvarianten erarbeitet und ein Gesamtkonzept für die weitere Gewerbeentwicklung erstellt werden.
Gemeinde will gesamte Fläche betrachten
Wie Haupt- und Ordnungsamtsleiter Torsten Melzer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich machte, hält man es im Rathaus für erforderlich, jetzt bereits die gesamte Fläche zu betrachten. Im Vorgriff auf den geplanten Flächentausch mit der Stadt Nagold im Bereich des Umspannwerks soll auch dieser Bereich in der Machbarkeitsstudie geprüft werden. Die Flächen müssten dann ja nicht zwingend in einem Zug erschlossen werden, sondern schrittweise in Teilabschnitten, so Torsten Melzer mit Blick auf die bestehende Nachfrage.
Zur Durchführung der Machbarkeitsstudie hatte die Verwaltung drei qualifizierte Planungsbüros angefragt, wobei die Angebotssummen sich preislich zwischen 8825 und 25 984 Euro bewegen. Zum Zug kommt jetzt das Büro Gauß aus Rottenburg als günstigster Bieter, das in Mötzingen bereits mit der Umsetzung anderer Projekte überzeugt hatte.