Für das Parkhaus am Dreiland-Klinikum ist der erste Spatenstich getan.
„Auf diesen Tag haben wir lange hingefiebert“, sagte Landrätin Marion Dammann, nachdem die symbolischen ersten Spaten für das Parkhaus in die Erde gestochen waren.
Nach der Eröffnung des Zentrums für seelische Gesundheit am vergangenen Samstag bezeichnete sie das als zweiten Freudentag. „Das Parkhaus ist nicht banal, es ist eine Voraussetzung, dass das Klinikum überhaupt in Betrieb gehen darf“, stellte die Landrätin fest. Für Mitarbeiter und Patienten wird der Parkraum gebraucht, aber natürlich ebenso für Angehörige und Besucher. 898 Stellplätze für PKW, davon 20 mit E-Ladesäulen sowie 20 Motorradstellplätze werden in dem 15 Ebenen umfassenden Parkhaus entstehen. Diese werden auch dann noch gebraucht, wenn das Dreiland-Klinikum irgendwann an die S-Bahn angeschlossen ist. Doch das kann noch dauern, voraussichtlich bis 2035, aber Dammann hofft, das „durch ein paar Kniffe“ eventuell beschleunigen zu können.
Keine Kleinigkeit
Doch was in der Öffentlichkeit oft nicht gesehen werde, ist dass der S-Bahn-Anschluss keine Kleinigkeit ist, und es nicht nur um einen Bahnsteig geht. Der Halt funktioniert erst mit dem 15-Minuten-Takt, doch dazu müssen an mehreren Stellen zweite Gleise gelegt werden, wovon mehrere Orte betroffen sind. Solche Vorhaben brauchen viel Zeit für Planung und Umsetzung. Mit der Firma Goldbeck aus Bielefeld habe man indessen einen guten Partner gefunden, der das Parkhaus nicht nur baut, sondern auch 25 Jahre lang betreibt, freute sich die Landrätin. Ganz modern setzt das Parkhaus auf Freeflow- Technologie. Das heißt, Ein- und Ausfahrt erfolgt schrankenlos, Kameras erfassen die Kennzeichen, die errechnete Parkgebühr kann dann am Automaten, online oder automatisiert durch hinterlegte Zahlungsmittel erfolgen.
passende Architektur
Das soll für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen. Und weil das Parkhaus neben dem architektonisch anspruchvollen Klinikum steht, wurde auch beim Parkhaus auf eine optisch ansprechende und dazu passende Architektur Wert gelegt.
Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, die die Gebäudetechnik und die E-Ladesäulen speist. Die Landrätin lobte auch die Stadt Lörrach, die den Bau durch eine sehr zügige Bearbeitung der Baugenehmigung unterstützte.
März 2027
Bis März 2027 soll das Parkhaus fertig sein, das wegen der Baustellenlogistik bewusst erst jetzt realisiert wird, sagte Dammann.
Stephan Pieper, Geschäftsführer von Goldbeck Parking Services, ist zuversichtlich, den Zeitrahmen zu halten. Die Bauteile werden bei Goldbeck vorgefertigt, die Stahlträger am Firmensitz in Bielefeld, die Betonteile im firmeneigenen Betonwerk in Tschechien, und werden vor Ort schließlich aufgebaut. Man habe die Verantwortung, die Qualität des Gesundheitscampus’ auch im Bau des Parkhauses zu halten, sagte Pieper. Das Gebäude wird in Split-Level-Bauweise errichtet, bei der die Ebenen versetzt angeordnet sind, um die Verkehrs- und Stellplatzflächen auf dem eingeschränkten Grundstück optimal zu nutzen.
Auch Udo Lavendel, Vorsitzender Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Lörrach, freute sich über den Spatenstich. Die Technik mit Freeflow und Split-Level freut ihn ebenso, wie dass Planung, Bau und Betrieb im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft aus einer Hand kommen und somit sicher sind.
25 Jahre nach Fertigstellung des Parkhauses werde es dann auf die Trägerorganisation des Klinikums übergehen, sagte Lavendel.