Die Nachnutzung des ehemaligen Hallenbads Aqualino in Unterkirnach bleibt das große Fragezeichen für die Gemeindewerke. Erlöse gibt es aus dem Betrieb der PV-Anlage.
Für die Geschäftsfelder Wasserversorgung und Energie sind die Planzahlen der Gemeindewerke Unterkirnach für 2026 festgezurrt.
Der Bereich Nachnutzung Aqualino bleibt in der Schwebe. Wenn dort auch in diesem Jahr nichts passiert, bleibt dieser Geschäftsbereich in den roten Zahlen. Fehlende Einnahmen und Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 45 500 Euro kennzeichnen das Bild.
Im Geschäftsbereich Wasserversorgung steigen die angesetzten Erlöse aus der Trinkwasserabgabe von 306 000 Euro in 2025 auf 418 500 Euro in 2026. Da im Jahresvergleich aber auch deutlich höhere Ausgaben für Reparaturen erwartet werden, verbleit im Planansatz der Wasserversorgung für 2026 nur ein kleines Plus von 18 000 Euro.
Wechsel von Zählern
Investitionen in Höhe von 5000 Euro gibt es für den Wechsel von Zählern sowie für einen neuen Trübungsmesser im Hochbehälter zum Preis von 9000 Euro.
Die Erneuerung der Mess- und Steuerungstechnik im Hochbehälter wird sich laut Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer in das Jahr 2027 ziehen. Die hierfür anfallenden Kosten von rund 90 000 Euro bleiben deshalb im Wirtschaftsplan 2026 unberücksichtigt.
Im Geschäftsbereich Energie, der die Photovoltaikanlage und die Heizung der Schlossberghalle abbildet, wird für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Es sind Erlöse in Höhe von insgesamt 10 000 Euro für Strom und 15 500 Euro für Wärme angesetzt.
Rechnungsamtsleiter Pfliegensdörfer informierte, dass es bei der Liquidität der Gemeindewerke Unterkirnach zuletzt einen starken Abfluss gegeben habe. Zum Jahresende 2025 war ein Minus von 413 839 Euro zu verzeichnen. Geringere Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit und hohe Investitionen unter anderem in die Heizzentrale seien hierfür die Ursachen, erläuterte er.
Im Jahr 2026 werde sich die Lage durch die Einzahlung von Zuschüssen für die Heizungssanierung in Höhe von 200 000 Euro und durch die Erstattung von Vorsteuerbeträgen in Höhe von 77 000 Euro aber deutlich verbessern, ließ Pfliegensdörfer wissen.
Der Gemeinderat beschloss den Wirtschaftsplan für die Gemeindewerke Unterkirnach einstimmig.