Der Friedhof wird an die Bestattungswünsche der Todtnauer angepasst. Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, dass als erstes die Haupt- und Seitenwege gepflastert werden.
Bathseba Gutmann (Gutmann Buchmann Landschaftsarchitekten) hat im Gemeinderat ihre Pläne für die Umgestaltung des Friedhofs vorgestellt. Sie schlägt vor, neue Urnengrabarten auf dem Friedhof zu etablieren. Im unteren Bereich des Friedhofs sollen Rasenurnen- und Baumurnenfelder entstehen sowie ein weiteres Feld für Urnendoppel- beziehungsweise Urnenreihengräber. Möglich sind auch Urnenmauern entlang der westlichen Mauer. Am westlichen Eingang und unterhalb der Kapellen könne ein gärtnergepflegtes Grabfeld entstehen. Für das freie mittlere Feld schlägt die Landschaftsarchitektin einen Biodiversitätsgarten vor, ein kleiner Park im Friedhof, in dem Gemeinschaftsgrabflächen eingerichtet werden könnten.
Barrierefreier Weg
Durch den Garten könnte sich ein barrierefreier Zick-Zack-Weg mit einer Steigung von sechs Prozent schlängeln. Mit ihrem Vorschlag trägt sie der Entwicklung, dass sich die große Mehrheit der Menschen in Urnen- statt in Erdgräbern bestatten lassen, Rechnung.
„Es müssen auf dem Friedhof weitere Flächen für Urnengräber benannt werden“, lautet das Ergebnis ihrer Analyse. Zunächst sollen aber die Hauptwege gemacht werden. Das starke Gefälle verursacht Ausschwemmungen bei den Wegen. Die Hauptwege sollen in mehreren Bauabschnitten gepflastert werden.
Der Todtnauer Gemeinderat hat einstimmig entschieden, das Büro Gutmann Buchmann Landschaftsarchitekten mit der Planung, der Bauleitung und der Bauabwicklung für die Maßnahmen an den Haupt- und Seitenwegen zu beauftragen.
Für die Erdarbeiten, den Belag und die teilweise Einfassung sowie das Anpassen an die Entwässerung werden 82.880 Euro fällig, die gleichen Maßnahmen an den Seitenwegen kosten 51.231 Euro. Gutmann rät, die Sichtachse vom unteren Tor zu den Kapellen freizuhalten.
In ihrem Konzept sind auch Stationen für Transportwagen (beispielsweise für den Transport von Blumenerde) und Gießkannenhalter (am oberen Eingang und am östlichen Ende des oberen Hauptwegs) und wegbegleitende Baumpflanzungen enthalten. Neue Bäume könnten die Hauptwege akzentuieren, sagt Gutmann.
Bäume entlang der Wege
Sie schlägt vor, die Einfassungsmauer im Norden fortzuführen, um die abgängige Hecke zu ersetzen, ferner einen neuen Zaun und eine lockere Strauchpflanzung als Sichtschutz zum Bach. Der Zaun sollte eineinhalb Meter nach innen versetzt werden, damit der Wanderweg verbreitert werden kann. Sträucher sollen hier als Sichtschutz dienen. Am westlichen Eingang könnte noch eine zweite Müllstation eingerichtet werden. Zudem sollen weitere Sitzbänke aufgestellt und mehrere Grabfelder durch Heckenstreifen aufgelockert werden.
Bathseba Gutmann hat auch die Kosten für ein Baumurnenfeld berechnet. Es kostet 16.065 Euro, die Gestaltung des anonymen Gräberfelds 18.564 Euro. Die Gesamtkosten für den Biodiversitätsgarten (Wegebau und Pflanzung) betragen 98.770 Euro.