Geschäftsführer Reiner Höhn (links) und Architekt Till Wäschle informierten die Gemeinderäte über das Vorhaben. Foto: Schweizer

Die Firma „Fluro-Gelenklager“ im Gewerbegebiet Dornbrunnen in Rosenfeld hat große Pläne. Am Donnerstag wurden die Gemeinderäte informiert.

Das Rosenfelder Unternehmen Fluro-Gelenklager GmbH plant den Neubau einer Produktions- und Logistikhalle sowie eines Hochregallagers. Im Frühjahr sollen die Arbeiten im Gewerbegebiet „Dornbrunnen“ beginnen. „Wir brauchen mehr Lagermöglichkeiten“, begründete Geschäftsführer Reiner Höhn das Vorhaben, das, wenn alles nach Plan läuft, schon Mitte oder spätestens Ende April starten soll.​

 

Die Firma im Gewerbegebiet „Dornbrunnen“ wächst um ein bis zu 28 Meter hohes Hochregallager und eine neue, rund 110 Meter lange Produktions- und Logistikhalle. Das sind gewaltige Dimensionen. Bürgermeister Thomas Miller und die Gemeinderäte zeigten sich beeindruckt. Zusammen mit Architekt Till Wäschle gab Reiner Höhn, der zusammen mit seiner Frau Daniela in die Sitzung gekommen war, auch einen Einblick ins „Innenleben“.

Kleine Roboter flitzen rum

So entsteht auf rund 2000 Quadratmetern eine Kommissionierfläche mit zwei Ebenen für rund 28 000 Behälter. „Da flitzen dann kleine Roboter durch verschiedene Etagen“, freut sich der Chef. Die Photovoltaikanlage kommt nicht auf das Dach des Hochregallagers, sondern auf die Südseite, was Gemeinderätin Gabi Bihr eine „geniale Idee“ fand.

Wie viel Geld fließt, wurde nicht gesagt, auch gab es diesbezüglich keine Nachfragen aus dem Gremium. Die Pläne, so war zu erfahren, sind für die nächsten 15 bis 20 Jahre ausgelegt. Was die Lagerkapazität angeht, meinte Reiner Höhn: „Wenn schon in zehn Jahren alles voll ist, dann haben wir alles richtig gemacht.“

Bei der Stadt und dem Landratsamt bedankte er sich für die „volle Unterstützung“. Vor Weihnachten wurde die Baugenehmigung eingereicht. Sobald das Okay der Behörden vorliegt – in Rosenfeld geht man davon aus, dass das nicht mehr allzu lange dauern wird – starten im Frühjahr die Erdarbeiten. Sowohl die Halle als auch das Lager sollen in zwei, spätestens zweieinhalb Jahren in Betrieb gehen.

Bürgermeister Thomas Miller sprach von einer „guten Entscheidung mit Weitblick“, und auch von Gemeinderat Klaus May gab es nur Lob. Er habe Riesenrespekt.

Bereits siebte Änderung

Wer die Firma schon besucht habe, wisse, was dort geschafft werde. Seine Frage, ob durch die Expansion neue Mitarbeiter eingestellt würden, bejahte Reiner Höhn. Vor allem im IT- und im Produktionsbereich brauche man wohl in den nächsten fünf Jahren 20 bis 30 neue Leute.

Den Bebauungsplan „Dornbrunnen“ kennen die Rosenfelder Gemeinderäte wohl mittlerweile in- und auswendig, denn schon im Sommer vergangenen Jahres ging es um die bereits siebte Änderung – der Beweis dafür, dass es bei Fluro-Gelenklager und der Martin Höhn GmbH, die am selben Standort ansässig ist, gut läuft. „Wir haben also auch immer wieder die Haushaltskasse der Stadt unterstützt“, scherzte Reiner Höhn.

Die Martin Höhn GmbH gibt es seit 53 Jahren, die Fluro-Gelenklager GmbH feiert dieses Jahr 50-jähriges Bestehen. Erst kürzlich führte Reiner Höhn den Bürgermeister und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut durch die beiden Betriebe. „Wir haben uns zu einem weltweit agierenden Technologieführer für Gelenkköpfe und Gelenklager entwickelt“, betonte Höhn.

„Mein Vater war ein Schaffer und zugleich ein Visionär. Er hat mit seinem Mut und den Firmengründungen von Höhn und Fluro den Grundstein für den heutigen Erfolg gelegt.“ Beide Unternehmen beschäftigen aktuell rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.