Das Neustetter Gremium zeigt sich zufrieden mit den Plänen.
Einstimmigkeit herrschte im Neustetter Gemeinderat beim Thema Feuerwehrhaus: Das Gremium gab grünes Licht für die Planungen. Im Frühjahr 2027 soll mit dem Bau begonnen werden. Im April 2028 wird das neue Feuerwehrfahrzeug geliefert: Bis dahin soll das neue Feuerwehrgerätehaus fertig sein.
Für Bürgermeister Gunter Schmid hat wirtschaftliches Planen oberste Priorität – man versuche, gemeinsam mit der Feuerwehr die wirtschaftlichste Lösung zu finden. Architekt Christoph Vüllers stellte die Pläne vor, er nannte auch den Kostenrahmen. So soll das neue Feuerwehrhaus 8,4 Millionen Euro kosten – hier ist bereits ein Puffer von sieben Prozent eingerechnet. Bürgermeister Schmid gab diesbezüglich zu bedenken, dass man mit 10 Millionen Euro gestartet sei – dann sei man von den hohen Kosten heruntergekommen, der Bau wurde herunterreduziert.
Schulterschluss mit dem Feuerwehrausschuss
Das gelang gemeinsam im Schulterschluss mit dem Feuerwehrausschuss. Schmid berichtete von „intensiven Planungswochen“ mit dem Kommandanten Ralf Sauter und dem Feuerwehrausschuss. Architekt Vüllers erklärte, dass es auf dem Areal des neuen Feuerwehrhauses im Hauser Feld auch einen Übungsturm geben wird, zudem einen großen Übungshof und genügend Stellplätze – für die Fahrzeuge. Im Feuerwehrgerätehaus selbst wird es zwei Schwerlasthochregale geben, Werkstätten, einen Lagerbereich und Stellflächen für die Feuerwehrfahrzeuge.
Im Obergeschoss wird es einen Raum für die Jugendfeuerwehr geben, zudem einen Schulungsraum und einen Bereitschaftsraum. Die Fahrzeughalle wird eine Höhe von sechs Metern haben. 8,4 Millionen Euro wird alles kosten – hier sind die Kosten für das Gebäude, die technischen Anlagen, die Außenanlagen und auch für die Ausstattung eingerechnet. Die Kosten für all dies seien, so der Architekt, „nicht exakt kalkulierbar“.
Der Rohbau des Feuerwehrhauses wird laut Architekt Vüllers öffentlich ausgeschrieben. Baubeginn des Mammutprojekts soll im Januar 2027 sein. Bürgermeister Gunter Schmid erklärte, dass das Thema Feuerwehrhaus bereits mehrere Runden im Gemeinderat gedreht habe – jetzt mache man einen Knopf an die Sache. Es wurde die Tragwerksplanung untersucht, viele Details wurden besprochen, und es wurde auch eine Vergrößerung des Gebäudekomplexes beschlossen. Schmid meinte, dass er sich bei der Ausstattung des Feuerwehrhauses ganz auf die Feuerwehr und den Feuerwehrausschuss verlasse.
Am Donnerstag soll es einen Jour fixe geben, bei dem man sich gemeinsam austauscht. Bürgermeister Schmid erklärte, dass nun nach der positiven Entscheidung des Gemeinderates der Bauantrag eingereicht wird. Für Ratsmitglied Andreas Braun ist das Vorhaben eine gute Sache. Auch der Puffer sei positiv zu bewerten. Bürgermeister Schmid meinte, gefragt nach den konkreten Baukosten, dass diese erst nach der Ausschreibung der Gewerke feststünden. Dies sei eines der Risiken, räumte er ein.
Langfristig und für die Zukunft planen
Kommandant Ralf Sauter berichtete, dass man derzeit überlege, ob man eine Gastroküche oder eine normale Haushaltsküche einbauen werde – man wolle aber langfristig und für die Zukunft planen. Kostenfaktoren seien die Möbel und auch die Spinde für die Feuerwehrkameraden. Diese sind aber bereit, beim Bau und Ausbau mitzuhelfen.
„Es wird unser Feuerwehrhaus, und wir sind bereit, etwas dafür zu tun.“ Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass „die Planung passt“. Philipp Scheihing erklärte, dass das Feuerwehrgerätehaus das größte Projekt im Haushalt sei – er lobte nicht zuletzt die Führungsriege der Freiwilligen Feuerwehr.