Vertreter des Imkervereins haben den Gemeinderat über die Gefahr der Asiatischen Hornisse informiert. Den Imker bekämpfen die invasive Art, um die Biodiversität zu erhalten.
Klaus Ingelfinger und Dirk Begger (dritter Vorsitzender des Imkervereins Schopfheim) haben im Gemeinderat Hasel über die Bedrohung durch die Asiatische Hornisse informiert. Im Jahr 2024 entdeckte Ingelfinger ein erster Nest des Schädlings in Hasel, 2025 waren es dann bedeutend mehr Nester. Ein Nest macht neun, zehn neue Nester, sagt er.
Die Asiatische Hornisse sind schwarz, schnell, haben gelbe Beine, ein orangenes Gesicht und einen gelben Ring am Hintern. Die Nester sehen aus wie kleine Wespennester, sind aber heller und golfballgroß.
Nach Angaben von Ingelfinger fressen die Asiatischen Hornissen bis zu 80 Bienen am Tag, allerdings auch andere Insekten wie Hummeln. Sie können auch für den Menschen gefährlich werden, weil sie Nester in ihrer Umgebung bauen. Man sollte sich vor einem Stich schützen, denn das Gift der Hornisse besteht aus Teilen vom Gift der Schwarzen Witwe und asiatischem Schlangengift.
Imker entfernen Nester
Durch das Auftreten der invasiven Art wollen die Bienen nicht aus dem Stock und können sich dadurch nicht stärken, hat Ingelfinger beobachtet. Entdeckt ein Hasler auf seinem Grundstück ein Nest muss er es auf eigene Kosten entfernen lassen. Gibt es ein Nest in der Nähe von öffentlichen Einrichtungen wie der Schule, ist die Gemeindeverwaltung verpflichtet, es entfernen zu lassen. Diese Aufgabe übernimmt der Imkerverein Schopfheim.
Ingelfinger kritisierte die unterschiedlichen Ansichten der Behörden zum Umgang mit dem Schädling. Die EU verlange Maßnahmen gegen invasive Arten, der Bund aber priorisiere Maßnahmen statt sie flächendeckend umzusetzen.
Ingelfinger betonte, dass es den Imkern darum gehe, die Biodiversität zu erhalten, denn der Schädling frisst nicht nur die Honigbiene. Er wies auf die rasante Vermehrung der Tiere hin.
Die Königin baue zunächst ein Primärnest in bis zu drei Meter Höhe, beispielsweise in Hecken oder nahe von Terrassen. Es dauere dann fünf bis sechs Wochen bis die Arbeiterinnen schlüpfen. Im Juli und August würden dann die Sekundärnester im Baumwipfeln gebaut. In ihnen lebten Tausende von Tieren.
Jede abgefangene Königin verhindere ein Nest, betonte Ingelfinger.
Matthias Feucht fragte, ob man die Population des Schädlings minimieren könne. Dirk Beggar sagte, dass man mit der Asiatischen Hornisse leben müsse.
Vorkommen eindämmen
Er hoffe aber, dass die Natur das selber regle. Es gehe darum, das Vorkommen in dem Ausmaß einzudämmen, dass sich die Natur selber dagegen wehren kann.
Dirk Beggar fügte noch hinzu, dass der Schädling sich zu „90 Prozent“ in Flussnähe befinde. In Wiechs sei ein Nest im Wald gefunden worden. In unserer Region könnten sich die Asiatischen Hornissen aufgrund von Feuchtigkeit und der Natur gut entwickeln.
Bürgermeister Frank-Michael Littwin sagte, die Gemeinderverwaltung werde den Kampf gegen die invasive Art unterstützen. Begger informierte auch darüber, dass die Lanze, mit der der Schädling bekämpft werde, noch nicht eingetroffen sei