Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan „Tanne, 2. Änderung“, verabschiedet. Der Weg für den Bau von fünf Wohnungen ist frei.
Die HS-Quarterhorses GmbH möchte auf dem Grundstück Freudenweiler Straße 3 ein Gebäude für Betreutes Wohnen errichten. Es sollen insgesamt fünf Wohnungen entstehen; mit der Verabschiedung des Entwurfs für den Bebauungsplan „Tanne, 2. Änderung“ hat der Gemeinderat Bitz nun den Weg dafür frei gemacht.
In der Gemeinderatssitzung vom 21. November 2023 war das Bauvorhaben bereits vorgestellt, in der Sitzung vom 18. Juni der städtebauliche Vertrag sowie der Verkauf des Flurgrundstücks 668/16 beschlossen worden. Allerdings musste noch der Bebauungsplan aus dem Jahr 1982 geändert werden. Der Gemeinderat stand dem Projekt positiv gegenüber, forderte die Investoren aber auf, auf dem Baugrundstück genügend Stellplätze auszuweisen, um die Parksituation an dieser Stelle nicht noch zu verschärfen.
36 Quadratmeter werden verkauft
Um das Mehrfamilienhaus mit diesen Stellplätzen bauen zu können, benötigt die Bauherrin ein gemeindeeigenes Teilgrundstück von 36 Quadratmetern Größe, auf dem derzeit Glascontainer stehen. Der Gemeinderat nahm den Vorschlag der Verwaltung an, diese Teilfläche zum Bodenrichtwert von 70 Euro pro Quadratmeter an die Bauherrin zu verkaufen. In die Gemeindekasse fließen damit etwa 2500 Euro.
Nach Auffassung der Gemeinderäte ist ferner gewährleistet, dass die Festsetzungen des Bebauungsplans für das neu zu errichtende Gebäude mit der Umgebungsbebauung städtebaulich vereinbar sind. Die Größe des räumlichen Geltungsbereichs beträgt rund 460 Quadratmeter.
Die Planungskosten trägt die Bauherrin
Von einer Umweltprüfung kann in diesem Fall abgesehen werden, da es sich bei der Fläche größtenteils um eine geschotterte Parkplatzfläche handelt. Das bedeutet, dass es keine baurechtliche Einschränkungen wegen artenschutzrechtlicher Verbotstatbestände gibt und jederzeit mit der Erschließung und der Vorbereitung von Baumaßnahmen begonnen werden kann. Im Bedarfsfall müssten die Eigentümer rechtzeitig die notwendigen artenschutzrechtlichen Maßnahmen auf den Weg bringen und mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.
Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt und veröffentlicht. Die rund 3000 Euro Planungskosten trägt die Bauherrin. Im Zuge des Bauvorhabens werden die Glascontainer versetzt; als neuer Standort ist der Penny-Parkplatz vorgesehen, wie die Ratsmitglieder von Bürgermeisterin Raphaela Gonser erfuhren.