Im größten Spiel seiner Vereinsgeschichte bekommt es der SC Freiburg mit Aston Villa zu tun. Zwei stechen beim Gegner hervor: Der Trainer und ein royaler Fan.
Das erste große Ziel hat Aston Villa bereits vor dem Europa-League-Endspiel am Mittwoch erreicht. Dank eines 4:2-Siegs gegen Liverpool spielt der Club aus einem Vorort von Birmingham in der kommenden Saison Champions League. In Istanbul geht am Mittwochabend für die Engländer also „nur noch“ um den Titel in der Europa League.
Und vor allem einer im Verein weiß, wie man diesen Wettbewerb gewinnt: Trainer Unai Emery, der gemeinhin als Europa-League-Spezialist gilt. Der Spanier gewann den Wettbewerb mit dem FC Sevilla dreimal in Serie (2014 bis 2016), 2021 außerdem mit dem FC Villarreal. Nun will er mit Aston Villa seinen Titel Nummer fünf.
Dass in allen Vereinsnamen das Wort „Villa“ drinsteckt, dürfte dabei eher Zufall und Spielerei rein. Kein Zufall dagegen ist, dass Emery es zuverlässig schafft, ins Europapokal-Finale einzuziehen. Zwölf von 14 Spielen gewannen die Engländer, die von Beginn an zu den Topfavoriten auf den Titel zählten.
Aston Villa war von Anfang an einer der Favoriten
Im Gegensatz zu den Freiburgern: Die Favoritenrolle vor dem Finale scheint daher klar verteilt, nicht zuletzt aufgrund des deutlich höheren Marktwertes des Premier-League-Clubs. Dieser liegt Angaben des Portals „transfermarkt.de“ derzeit bei fast 550 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der SC Freiburg kommt auf 191 Millionen Euro.
Zu den bekanntesten Spielern zählen Emiliano Martínez, Weltmeister-Torwart aus Argentinien, und Jadon Sancho. Der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund kommt jedoch bei Villa nicht so zum Zug, weder gegen Liverpool noch gegen Nottingham im Premier-League-internen Europa-League-Halbfinale stand der Engländer in der Startelf.
Noah Atubolu setzt auf „Herz und Teamgeist“
„Es ist eine richtig gute Mannschaft, eine der besten Mannschaften in der Premier League“, sagt SC-Keeper Noah Atubolu über den Gegner im größten Spiel der Vereinsgeschichte. Er dürfte im Beşiktaş-Stadion am Mittwochabend einiges zu tun bekommen. Sorgen macht er sich deshalb nicht. „Ich glaube trotzdem, dass es ein sehr, sehr gutes Spiel wird, weil wir auch viel individuelle Qualität haben, weil wir vor allem Herz und Teamgeist haben“, so Atubolu.
Prinz William auch in Istanbul im Stadion?
Der Gegner dagegen kann sich möglicherweise auch in Istanbul auf royale Unterstützung verlassen. Denn Prinz William, britischer Thronfolger, ist seit seiner Kindheit großer Fan von Aston Villa. Die Bilder seines Jubels auf der Tribüne nach dem Finaleinzug gegen Nottingham gingen um die Welt. Gut möglich also, dass Prinz William auch am Mittwoch am Bosporus vor Ort sein wird, um sein Team anzufeuern.