Der letzte schwere Unfall in Holzhausen liegt nicht lange zurück: Eine Mutter und ihr Kind wurden dabei verletzt. Ein Bürger fordert nun, dass gehandelt wird.
Der Bürger, der sich im Sulzer Gemeinderat zu Wort meldete, hatte die verletzte Mutter und ihr Kind im eigenen Garten versorgt. Und er weiß: Dieser Unfall war kein Einzelfall. „Da hat es schon fünf Unfälle gegeben“, machte er deutlich.
Schon mehrmals habe er im Ortschaftsrat die Gefahrenstelle an der Kreuzung Lindenstraße – Heubergstraße angesprochen. Nun wollte er wissen: „Wann kommt die nächste Verkehrsschau?“.
Hinweise dieser Art würden vom Ortsvorsteher an die Verwaltung herangetragen, die diese wiederum beim Landratsamt melden müsse, erläutert Bürgermeister Jens Keucher das bürokratische Prozedere.
„Der Termin für die nächste Verkehrsschau ist erst im Juli“, sagte Sabrina Glöckler, Leiterin der Bürgerdienste. Da verschiedene Akteure daran teilnehmen, sei eine genaue Abstimmung der unterschiedlichen Gruppierungen nötig, erklärte sie.
Kriterien nicht erfüllt
Der Anwohner unterstrich die Dringlichkeit einer Verkehrsschau, um mögliche Maßnahmen ebenfalls zeitnah vorzunehmen. Schließlich sei die Kreuzung für zahlreiche Kinder der Weg zum nahegelegenen Sportplatz.
Dass es sich bei der Straßenkreuzung um einen „Unfall-Hotspot“ handle, wie der Bürger es nannte, wollten die zur Vorstellung der Kriminalstatistik im Gemeinderat anwesenden Polizeibeamten so nicht stehen lassen.
Für einen solchen Hotspot müssten verschiedene Kriterien erfüllt sein, hieß es. Diese würden vom Polizeipräsidium Konstanz analysiert. Das Fazit der Polizei: Für die Kreuzung in Holzhausen seien die entsprechenden Merkmale nicht gegeben.