Die Gartenschau, die 2025 in Baiersbronn und Freudenstadt stattfindet, stößt im ganzen Land auf Interesse. Bei der CMT, einer Verkaufsaktion in Friedrichstal, auf dem Weihnachtsmarkt: Die Organisatoren nutzen jede Gelegenheit, um darüber zu informieren.
Sie hatte sich das so toll vorgestellt, die Mannschaft von der Gartenschau gGmbH: Ein Spätnacht-Kartenvorverkauf in der kleinen Anlage vor dem Uhrenturmhaus in Friedrichstal. Unter einem leuchtenden Christbaum, leise umrieselt vom vorweihnachtlichen Schneeflöckchen, dazu einen Punsch oder einen heißen Glühwein.
Was aber war die ernüchternde Realität? Strömender Regen, peitschender Wind, eine kalte Nacht, in der man keinen Hund vor die Tür jagen mag. Das Wetter machte schon mal nicht mit.
Also verlegte man den Nach-Feierabend-Vorverkauf – man nannte es Late-Night-Shopping-Event – in die Räume der Gartenschau-Zentrale in Friedrichstal. Dort bauten die Verantwortlichen einen Kreis mit neuen Stühlen auf, sozusagen fürs Probesitzen auf Sitzgelegenheiten, die bei Veranstaltungen an 143 Gartenschautagen im kommenden Jahr Verwendung finden sollen.
Informationsbedarf ist hoch
Trotz der widrigen Umstände lief das Geschäft ganz gut. Immer wieder kamen Interessenten vorbei, kauften Karten, informierten sich oder suchten das Gespräch mit den Machern der Gartenschau 2025 in Freudenstadt und Baiersbronn. Eintrittskarten für das Event eignen sich auch prächtig als sinnstiftendes Geschenk unter dem Christbaum, werben die Veranstalter.
Außerdem scheint es noch immer viel Informationsbedarf zu geben, ist der Eindruck von Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin der gGmbH. Sie gab mit Marketingchef Heiko Klumpp eine kleine Übersicht über den aktuellen Stand der Vorbereitung. Dazu stieß auch Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder, der sich ebenfalls als Kartenverkäufer versuchte. Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf musste sich entschuldigen lassen.
Stand bei der CMT in Stuttgart
Informationsbedarf über das große Gemeinschaftsvorhaben verspürten die Gartenschaumacher aus dem „Tal X“ bereits beim Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Freudenstadt. Dieser war an allen Tagen meist stark besucht, auch von Gästen aus entfernten Regionen, die sich nach dem Stand der Dinge erkundigten. Das wird auch bei der Tourismusmesse CMT in Stuttgart Anfang Januar der Fall sein, wo die Gartenschau mit einem eigenen Stand und großem Aufgebot in Halle sechs vertreten sein und Dauerkarten zum Messepreis anbieten wird. Dabei werden sich auch Hotels aus beiden Gemeinden stark einbringen, informierte Möhrlen.
Interesse von Freiwilligen
Im neuen Jahr, so kündigte Klumpp an, werde man auch verstärkt in die Werbung für die großen Veranstaltungen bei der Gartenschau gehen, wobei sich der SWR stark engagiere. Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, versicherte Möhrlen einmal mehr.
Inzwischen hätten rund 800 der ehrenamtlichen Helfer die ersten Schulungen durchlaufen. Das Interesse von Freiwilligen sei nach wie vor stark, vor allem bei jungen Leuten. „Wir suchen immer noch weiter nach Helfern, haben noch keinen Aufnahmestopp“, versicherte sie.
5300 Eintrittskarten verkauft
Zufrieden zeigte sich Möhrlen mit dem Kartenvorverkauf. Bislang seien rund 5300 Eintrittskarten an den Mann gebracht, allein am ersten Verkaufstag Anfang Oktober gingen rund 1000 Karten über die Ladentische. Etwa 30 Prozent der Karten werden online erworben. Dauerkarten zum Vorverkaufspreis von 89 Euro gibt es noch eine Zeit lang in den Tourist-Informationen Freudenstadt und Baiersbronn sowie beim Nationalpark am Ruhestein. Danach muss der reguläre Preis von 99 Euro bezahlt werden. Die Tageskarte kostet 19 Euro.