Alexander Hanusch vom Team Veranstaltungen (von links), Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen und Heiko Klumpp, Leiter Marketing und Kommunikation, sind sichtlich froh über den Fortschritt, den die Gartenschau bislang gemacht hat. Foto: Michael Spotts

Die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 nimmt immer weiter Form an. Teil des Spektakels, das am 23. Mai beginnt, sind rund 1200 Veranstaltungen. Das Programm reicht dabei von Angeboten für die Familie, über Musik aus verschiedenen Genres bis zu Filmvorführungen und regelmäßigen Bewegungskursen.

Die Bauarbeiten an den Daueranlagen sind in vollem Gange, mehr als 1000 Ehrenamtliche haben sich gemeldet und es wurden schon mehr als 3000 Dauerkarten verkauft – man merkt, es tut sich richtig was beim Großprojekt Gartenschau 2025.

 

Um das acht Kilometer lange „Tal X“ zwischen Freudenstadt und Baiersbronn mit Leben zu füllen, wird es mehr als 40 Aussteller und rund 1200 Veranstaltungen im kommenden Jahr geben. Die Gartenschau versteht sich damit auch als Plattform für die Region, auf der sich verschiedene Akteure präsentieren können.

Alexander Hanusch vom Team Veranstaltungen bei der Gartenschau hat im Gespräch mit unserer Redaktion mit dem Team der Gartenschau die Details parat: „Wir haben täglich Programm und schauen, dass wir jeden Tag richtig was bieten können.“

Kultur, Musik und Genuss

So werden freitags immer zwei Bands – aus der Region und auch überregionale – spielen. „Das findet auf der Schelklewiese in Baiersbronn statt. Und wir wollen, dass da richtig Party ist.“

Im Spiegelzelt auf dem Marktplatz in Freudenstadt gibt es „Jazz & Wine“. Jeden Donnerstag spielen hier dann Profimusiker, dazu gibt es Häppchen und Wein. Ebenfalls im Spiegelzelt wird eine Lesereihe stattfinden. „Fast jeden Mittwoch haben wir schon etwas zu bieten“, sagt Hanusch.

Sonntags soll es bei den Sundownern in den Forbachgärten entspannt zugehen, wenn ab 17 Uhr DJs auflegen und Cocktails sowie Bier angeboten werden. Ebenfalls jeden Sonntag wird es eine Matinee oder einen Frühschoppen mit Blasmusik oder Big Band geben.

Daneben gibt es auch „Specials“ wie das Sommernachtskino, das einmal pro Monat stattfinden wird. Oder auch Bier-Tastings, eine Bierwanderung sowie viele verschiedene Angebote in der Showküche, in der sich alles um Kulinarik und Ernährung drehen wird.

Sport und Fitness

Von Montag bis Freitag gibt es täglich ein Bewegungsangebot wie Yoga, Qigong, Nordic Walking, Slow Jogging, Parkour-Workshops oder ähnlichem.

Attraktiv soll die Gartenschau auch für Wanderer und Radfahrer sein: „Wir sind auch eine Wander-Gartenschau mit acht Kilometern Länge und dazu fahrradfähig. Wir haben ein tolles Tal, das soll genutzt werden“, meint Alexander Hanusch.

Familien und Kinder

„Unsere Gartenschau soll für alle attraktiv sein – deshalb gibt es neue Spielplätze und Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Sonntag ist generell Kindertag, da werden wir vor allem Theatergruppen in den Fokus rücken. Dienstags ist Aktivitätentag mit eher niederschwelligen Angeboten wie Basteln, Malen, Instrumente ausprobieren“, erklärt Hanusch. Ein- bis zweimal pro Woche ist auch das Spielmobil da, eine „Tal X“-Olympiade wird es geben, genauso wie Kochkurse für Kinder und das grüne Klassenzimmer.

Projekttage und Themenwochen

Mehr als 20 Projekte wie Blaulichttag, Verkehrstag, Partnerstadtwochenende, Alphorntag, Gospelchortag oder auch das Sommertheater mit einem speziellen Stück wird es während der Gartenschau geben.

Außerdem sind Themenwochen geplant: „Pedal X“ (Fahrrad), Umwelt, „Bonjour Tal X“ (französische Woche) oder „Carbon X“ (vom Köhlern zur Carbonisierung).

Kirche und Hochzeit

Die Kirche wird auch auf der Gartenschau 2025 vertreten sein. „Die Kirchengemeinden sind sehr engagiert und bieten auch ein großes ökumenisches Programm an“, erklärt das Team der Gartenschau. Neben normalen Gottesdiensten auf der Hauptbühne gibt es auch Kinderprogramm und Konzerte. Jeder Sonntag wird von einer anderen Gemeinde zelebriert.

Ein weiteres besonderes Angebot richtet sich an Paare, denn auf der Gartenschau kann sogar geheiratet werden. Die Orte hierfür sind die Forbachgärten und die Schelklewiese – dafür wird es noch spezielle Zeiten geben.

Weitere Höhepunkte

In die Schlagerwelt der 70er-Jahre wird es mit „Papi’s Pumpels“ vom Bodensee gehen, eine Hommage an „Grachmusikoff“ und „Schwoißfuaß“ lässt die schwäbische Musik noch einmal aufleben, eine SWR3-Party steht in den Startlöchern und das SWR-Pfännle macht auch Halt auf der Gartenschau 2025. Für Gartenfreunde bietet Volker Kugel vier Mal Gartenberatungen an. „Wir sind noch in Gesprächen mit weiteren Akteuren – aber dazu verraten wir jetzt noch nichts“, sagt das Team der Gartenschau.

Hier, im „Xentrum“ des Gartenschaugeländes in Friedrichstal, entsteht gerade die zentrale Veranstaltungsfläche. Foto: Michael Spotts

In der „Tuchwalke“, einer alten Werkstatt, wird es alle zwei Wochen wechselnde Floristenausstellungen mit zehn bis 15 Motiven geben. „Das ist ein echter Besuchermagnet. Bei anderen Gartenschauen ist so eine Halle immer voll“, weiß Heiko Klumpp, Leiter Marketing und Kommunikation bei der Gartenschau.

Und – das ist nicht nur der Geschäftsführerin der Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 gGmbH, Cornelia Möhrlen, wichtig zu betonen – alle Veranstaltungen und Angebote sind im Tagesticket und auch der Dauerkarte enthalten.

Aktueller Stand

Bisher ist die Gartenschau, die am 23. Mai kommenden Jahres beginnt, auf Erfolgskurs. Möhrlen berichtet: „Wir haben über 1000 Ehrenamtliche rekrutiert und starten jetzt mit den ersten Schulungen, das zieht sich durch bis in den April. Wir sind da relativ gut im Zeitplan, mit einem motivierten Team. Aber wir brauchen noch mehr Ehrenamtliche und suchen weiter.“

Außerdem konnte das Doppelte vom geplanten Sponsorenbudget realisiert werden. „Das zeigt, dass Industrie, Handel und Gewerbe das Thema Gartenschau vollumfänglich unterstützen. Wir haben auch fast alle Hotels in Freudenstadt und Baiersbronn für eine Kooperation gewinnen können. Da merken wir auch, dass wir da ein Pfund haben, das anderen Gartenschauen nicht haben“, erklärt die Geschäftsführerin.

3000 Dauerkarten konnten schon verkauft werden, mehr als 1000 davon allein am 4. Oktober als der Startschuss fiel.