Das Bürkle-Areal im Christophstal ist nicht mehr wiederzuerkennen. An den Ufern des Forbachs sind die Forbachgärten entstanden. Die beteiligten Garten- und Landschaftsbau-Betriebe aus der Region haben sich dabei selbst übertroffen.
Die gute Nachricht zuerst: „Es wird klappen“, war sich Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder sicher. Sein Baiersbronner Kollege Michael Ruf verkündete mit „stolzgeschwellter Brust“, wie er sagte: „Es wird fertig.“
Als dann noch Reiner Bierig vom Landesverband der Landschaftsgärtner beteuerte, dass alles rechtzeitig fertig werde, war eine derzeit alles bewegende Frage beantwortet: die Frage, ob die Arbeiten zur Gartenschau in Baiersbronn und Freudenstadt wohl pünktlich zu Ende gebracht werden können.
Denn gewisse Zweifel waren ja schon angebracht. Als der Presse mit großem Tamtam die Forbachgärten präsentiert wurden, wuselten noch Gärtner und Bauarbeiter zwischen den Gästen herum, verlegten schnell noch Rollrasen, kehrten Sand in Pflasterritzen, schleppten Steine und steuerten schwere Maschinen. Aber noch ist ja Zeit bis zum Eröffnungstag am 23. Mai.
Schaugärten
Schaugärten Die Industriebrache Bürkle-Areal im Christophstal ist nicht mehr wiederzuerkennen. Aus einer kahlen Betonplatte wurde mit den neuen Forbachgärten eine zauberhafte, elegante und ideenreiche Gartenlandschaft, die den plätschernden Forbach, den gegenüberliegenden Hang, die grünen Wiesen wie die Geländebewegung beispielgebend einbezieht.
Vier Garten- und Landschaftsbau-Betriebe aus der Region haben dort vier Schaugärten gestaltet und sich dabei gegenseitig übertroffen. Kleine Mustergärten für jeden Zweck und jede Lebensphase sind entstanden aus einem Mix von Ideen und Materialien. Da genügen Blumen und Bäume nicht. Pergolen und Ruhebänke, Steinmauern, Holz, Metall, Wasser, Glas, selbst Spiegel spielen eine zunehmende Rolle, vereinen Natur und Luxus.
Firmen
Firmen Es fehlen neben der Blütenpracht weder der Gartengrill noch das Badefass mit Außendusche. Die vier Fachbetriebe gestalteten ihre Mustergärten zu unterschiedlichen Themen. Sie reichen vom „Schwarzwaldgärtle“ der Firma Fahr aus Dornstetten, über das „Grüne Wohnzimmer“ der Firma Calmbach aus Loßburg, die „Herrliche Auszeit“ der Firma Müller aus Haiterbach bis zum Vorschlag „Heimat genießen“ der Freudenstädter Firma Schuler.
Garten der Azubis
Garten der Azubis Der fünfte Schaugarten ist ein Gemeinschaftswerk des Landesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL). 18 Auszubildende aus zwölf regionalen Betrieben haben unter der Leitung von Fabian Roller in knapp 14 Arbeitstagen formale Lebendigkeit im Gartenbau umgesetzt und im Spiel mit ursprünglichen Materialien die Vielseitigkeit des Berufs demonstriert.
Das wurde bei der Präsentation auf dem „wunderschönen Platz mit einzigartiger Stimmung“, wie ihn VGL-Geschäftsführer Bierig nannte, von prominenten Rednern gewürdigt. Sonder und Ruf hoben sowohl Kreativität und Leistung der „starken regionalen Gartenbaubetriebe“ hervor, wie es Sonder sagte, als auch das Miteinander beider Gemeinden als „Leuchtturm der kommunalen Zusammenarbeit“, wie es Ruf formulierte.
Den allseitigen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landschaftsgärtner-Verband fasste Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin der Gartenschau GmbH, zusammen.
Angebote und Programm
Angebote und Programm Der VGL Baden-Württemberg unterhält während der Gartenschau bei den Forbachgärten einen geräumigen Informationspavillon mit fachlicher Beratung. Ansprechpartnerin ist Annika Kraus. Dazu gib es eine Vortragsreihe und Spaziergänge mit Gartenbau-Experten.
Für junge Leute wird „das grüne Klassenzimmer“ mit Einblicke in den Beruf des Landschaftsgärtnerns geboten. Dazu wird der Landschaftsgärtner-Cup unter Auszubildenden ausgetragen. Am 19. Juli feiert der vor 50 Jahren in Freudenstadt gegründete Landesverband mit einem Sommerfest auf dem Gelände der Gartenschau sein Jubiläum.
Weitere Informationen gibt es unter www.schaugaerten.de.