Der TuS Binzen hat das Landesliga-Derby am Freitagabend beim FSV Rheinfelden mit 4:2 gewonnen, aber Hannes Brenneisen mit einer schweren Verletzung verloren.
Es war die 51. Minute, als Spieler, Offizielle und Zuschauer im weiten Stadion-Rund unter Schock standen, als Rheinfeldens Außenverteidiger Aljtrim Jakupi brachial in TuS-Stürmer Hannes Brenneisen rauschte und ihn am Kopf schwer verletzte. Minutenlang war die Partie unterbrochen, bis der Binzener Leistungsträger zunächst in die Kabine und anschließend ins Krankenhaus abtransportiert wurde.
Brenneisen zieht sichschwere Kopfverletzung zu
Dort wurde festgestellt, dass sich Brenneisen einen Jochbeinbruch sowie Verletzungen im Augenbereich zugezogen hatte. Am Montag wird der Stürmer in Freiburg operiert. Er fällt für den Rest der Saison aus. Die besten Genesungswünsche aller im Stadion haben Hannes Brenneisen auf der Fahrt ins Krankenhaus begleitet. Für sein rohes Einsteigen kassierte Jakupi vom souverän leitenden Unparteiischen Lukas Mayer (Freiburg) die Gelb-Rote Karte.
Zurück zum Fußball-Derby. Viele haben sich gewundert, dass die Spieler des FSV Rheinfelden erst 20 Minuten vor Spielbeginn zum Warmmachen auf dem Rasen erschienen waren. Das rächte sich für den Gastgeber in den ersten Spielminuten, als Jakob Rinzi mit seinen beiden Toren die Schläfrigkeit des Gastgebers effizient ausnutzte.
So in der 2. Spielminute, als Rinza Wissam Kassem den Ball im Mittelfeld abluchste, noch ein paar Schritte lief und den viel zu weit vor seinem Tor stehenden FSV-Keeper Ilias Nabil mit einem gefühlvoller Lupfer überwand. Ilas, der unlängst vom Schweizer Klub SV Muttenz kam, hatte erst jüngst vom Schweizer Klub die Freigabe erhalten.
Rinza glänzt mit einem Doppelpack
Binzen dominierte im weiteren Verlauf und erhöhte 15 Minuten später auf 2:0. Nach mehreren Binzener Schussversuchen ließ Nabil den Ball genau vor die Füße von Rinza prallen. Der hatte dann keine Mühe, zum 2:0 für den Gast zu vollenden.
Erst nach etwa einer halben Stunde taute der FSV Rheinfelden auf, war nun bis zur Pause spielbestimmend. Doch die TuS-Spieler verteidigten leidenschaftlich und gingen mit dem 2:0-Vorsprung in die Pause. Unter anderem hatte Ismail Demirci ein Gegentor verhinderte, weil er den Ball nach einem FSV-Schuss auf der Torlinie blockte.
Vier Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Hannes Brenneisen auf rechts durchmarschierte und Max Chrobok in der Mitte perfekt bediente. Fünf Rheinfelder um den Binzener Stürmer konnten das 3:0 nicht verhindern.
Die schwere Verletzung von Hannes Brenneisen ging an seinen Mitspielern auf dem Platz nicht spurlos vorüber. Und der FSV Rheinfelden spielte in der Folge in Unterzahl einen besseren Fußball als mit elf Mann. So verkürzte Jerome Chikwaira (57.) mit einem satten Schuss aus 20 Metern auf 1:3. Darauf hin reagierte jedoch der TuS Binzen prompt, stellte nach einem Konter durch den Treffer von Nils Mayer (62.) den alten Abstand wieder her. Das zweite Rheinfelder Tor kurz vor Schluss war nur noch Ergebniskosmetik.