Der FC Hausen will einen Kunstrasenplatz bauen. Die Gemeinde übernimmt für die Finanzierung nun eine Bürgschaft.
Der FC Hausen wünscht sich einen Kunstrasenplatz und ist damit nun einen Schritt weiter. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der Übernahme einer Bürgschaft von 180 000 Euro für den Fußballclub zugestimmt.
Der Gemeinderat stimmte ebenso dem Gewähren eines zinslosen Darlehens der Gemeinde 70 000 Euro an den FC Hausen zu. Die Bürgschaft der Gemeinde sei für ein Darlehen über 105 000 Euro zur Zwischenfinanzierung nötig, weil der Zuschuss des Badischen Sportbunds erst im Zeitraum von ein bis drei Jahren gewährt werde.
Gemeinde vertraut dem FC
Die Gemeinde Hausen geht davon aus, dass der FC diese Bürgschaft nicht in Anspruch nehmen muss, wie aus dem Ratsrund zu erfahren ist. Sie traue dem FC die Begleichung seiner Schulden zu. An die Gemeinde Hausen zahle der FC über einen Zeitraum von 23 Jahren und vier Monaten jährlich 3000 Euro. Sondertilgungen seien möglich. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt gegen Vorlage entsprechender Rechnungen aus denen sich die zweckgebundene Verwendung ergibt. Die Bürgschaft muss von der Rechtsaufsichtsbehörde genehmigt werden.
FC-Vorsitzender: „Wir haben noch keine schriftliche Zusage“
Die Gesamtkosten des Projekts Kunstrasenplatz betragen laut Kostenvoranschlag 350 000 Euro. Der Badische Sportbund übernimmt voraussichtlich 30 Prozent der Kosten (105 000 Euro). „Wir haben aber noch keine schriftliche Zusage“, sagte FC-Vorsitzender Holger Keller in der Gemeinderatssitzung. Der Sportbund unterstütze solche Vorhaben aber grundsätzlich. Die Gemeinde Hausen und der Krankenpflegeverein gewähren jeweils 10 000 Euro.
Hinzu komme ein Darlehen des Krankenpflegevereins in Höhe von 70 000 Euro, dessen finanziellen Nachlass die Gemeinde verwalte, sowie ein Kredit über 75 000 Euro. Stand Oktober habe der Verein Spenden in Höhe von 80 000 Euro (Eigenmittel) gesammelt.
Bauzeit etwa ein Monat
Bürgermeister-Stellvertreter Harald Klemm fragte, ob die Baukosten noch aktuell seien. Die Kostenvoranschlag beruhe auf einem Angebot, das dem FC vor vier Monaten vorgelegt wurde, erklärte Keller. FC-Beisitzer Theo Sproll wies daraufhin, dass es ein neues Programm vom Bund zur Förderung von kommunalen und vereinseigenen Sportstätten gebe. Um Mittel aus diesem Topf zu bekommen, müsse die Kommune einen Antrag stellen. Der FC wolle den Kunstrasenplatz im kommenden Jahr bauen. Die Bauzeit beträgt den Angaben Kellers zufolge einen Monat.