Die Familie Ehrlich hatte sich für das Public Viewing am Weiherstadion beeindruckend in Schale geworfen. Foto: Kapitel-Stietzel

Der Auftakt der deutschen Fußball-Europameisterschaft wurde im Hechinger Weiherstadion mit einem großen und gut besuchten Public Viewing gefeiert. Vor Ort gab es dabei nicht nur ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Wie viel nicht nur der Fußball, sondern auch die deutsche National-Elf den Hechingern bedeutet, wurde beim Blick in die gut gefüllten Zuschauerränge des Weiherstadions schnell deutlich. Wohin man auch blickte: Schwarz-Rot-Gold. Egal ob auf Trikots, Schals, Blumenketten oder Cowboyhüten, die deutschen Farben waren omnipräsent. Selbst die Rasenmäher-Roboter, die unermüdlich vor der großen Leinwand auf und ab fuhren und für den wohl am besten gemähten Flecken Fußballfeld in der Geschichte des Weiherstadions sorgten, waren mit Deutschland-Fähnchen ausgestattet.

 

Pyrotechnik, Popcorn und Rockmusik

Nicht nur die Deutschland-Farben sorgten im Stadion für Stimmung: Bereits vor Anpfiff lieferten „The Dewy Lillies“ aus Albstadt auf einer eigenen Bühne ein rockiges Vorprogramm. Dazu kamen später aufwendige Effekte, die den Zuschauern im Stadion ordentlich einheizten: Die Leinwand war mit Pyrotechnik ausgestattet und spuckte sogar Flammen.

Beim Publikum kam das gut an: Immer wieder gab es auf Rückfrage Lob für die gute Stimmung. Ebenso sicher war sich der größte Teil der Fans auf die Frage nach den Siegeschancen der deutschen Mannschaft, während sie auf den Anpfiff warteten: „Zwei Tore sind wir doch im Stande“, erklärte Christian Ehrlich, der zusammen mit sechs anderen Familienmitgliedern zum Public Viewing gekommen war. Lediglich einer der ältesten Familienmitglieder in der Gruppe, Alexander Ehrlich, war vorsichtiger: Nach vergangenen Leistungen der deutschen Elf rechnet er eher mit einem 1:0 für Schottland. Die restlichen Ehrlichs nahmen das mit Humor: er habe gerne eine gegenläufige Meinung, erklärten sie schmunzelnd.

Der gute Zweck gewinnt

Auch Katja und Timo Imberger, die extra aus Engen am Bodensee nach Hechingen gekommen waren, um sich das Spiel im Weiherstadion anzuschauen, blickten zuversichtlich auf die Chancen der deutschen Mannschaft: Timo erwartete einen deutschen 3:0-Sieg, während Katja sich der Prognose des altgedienten deutschen Fußballspielers Oliver Sorg anschloss: ein 2:0-Sieg gegen die Schotten.

Wie mehrere andere Hechinger Vereine hatten sich auch die Mitglieder der Irma-Vest-Gemeinschaft für das Public Viewing in die deutschen Farben geworfen: Sie versorgten die Zuschauer an ihrem Stand unter anderem mit Popcorn und schwarz-rot-goldenen Fruchtgummis. „Das dient zur Finanzierung der Organisation vom Kinderfest“, erklärte Jürgen Fischer, der Beisitzer im Verein ist. Auch die Fahrt des Jugendfanfarenzugs zum Ravensburger Rutenfest werde so finanziert.

Damit kann als Fazit bereits jetzt gesagt werden: Egal wie die deutsche Elf sich am Ende schlägt, durch die EM gewinnt der gute Zweck in Hechingen in jedem Fall.