Der TuS Lörrach-Stetten jubelt über den Bezirksliga-Meistertitel 2026. Foto: Uli Nodler

Es ist vollbracht. Mit einem 8:1-Heimsieg gegen den FC Schönau kürt sich der TuS Lörrach-Stetten vier Spieltage vor Saisonschluss zum Meister der Bezirksliga Hochrhein.

„Am Samstag und wahrscheinlich auch am Sonntag lassen wir es krachen. Ich muss erst am Montag wieder arbeiten“, sagte TuS-Kapitän Sanel Covic nach dem Schlusspfiff mit einem breiten Grinsen im Gesicht und schwenkte die Sektflasche.

 

Unter den Feiernden befand sich auch Ex-Trainer Sascha Müller, der das Unternehmen Meistertitel auf den Weg gebrachte hatte. Sein Nachfolger Andreas Schatz vollendete Müllers Vorgabe nun perfekt.

Auch bei Schatz wird es am Samstag wohl etwas später geworden sein, weil er und sein Team etwas vollbracht haben, was eigentlich in den eigenen Reihen und schon gar im Hochrhein-Fußball keiner für möglich gehalten hatte. „Vor der Saison, als ich nach den Titelanwärtern gefragt wurde, habe ich auf Mettingen/Krenkingen, Buch und Zell getippt. Auch die anderen Trainer in der Liga hatten Stetten nicht so richtig auf der Rechnung“, blickte Schatz zurück. „Es waren nach dem Umbruch zwölf Neuzugänge zu integrieren. Das ist uns so gut gelungen, dass wir nun sogar vorzeitig den Meisertitel feiern konnten. Einfach unglaublich.“

Der TuS Lörrach-Stetten funktionierte so gut, dass er die nach dem 26. Spieltag immer noch ungeschlagen ist. „Jetzt wollen wir das auch durchziehen und ungeschlagen bleiben in dieser Saison“, sagt der Stettener Trainer weiter.

Schönau bleibt nur die Rolle des Prügelknaben

Eigentlich wollte es der FC Schönau dem TuS Lörrach-Stetten an diesem Mai-Samstag schwer machen. Das gelang gegen einen zuweilen völlig losgelassenen Gastgeber mit Abstrichen nur in der ersten Halbzeit, als die Gastgeber nur mit einem 2:0-Vorsprung durch die Treffer von Amin El-Ghazi (17.) und Danilo Avellina (37.) in die Kabine gingen.

Nach der Pause war die Messer schnell gelesen. Romano Berger (47.), Faruk Kaymak (50.) und Bleon Selmani (54.) schraubten innert sieben Minuten den Vorsprung auf 5:0. Der Stettener Offensivpower hatten die Schönauer an diesem Tag nur wenig entgegenzusetzen.

Schönau gab jedoch nicht auf, Ali-Kaan Kocak köpfte in der 58. Minute das 5:1. Mehr gestattete der TuS nicht. In der Schlussphase ließen es die Gastgeber noch einmal richtig krachen, erzielten innert vier Minuten durch erneut El-Ghazi und Bleon Selmani sowie Maxim Strauss den 8:1-Endstand.

Riesengroß ist beim TuS Lörrach-Stetten die Vorfreude auf die kommende Landesliga-Saison, wo der Aufsteiger auf die alten und ewigen Rivalen FV Lörrach-Brombach und SV Weil trifft. Dazu gesellen sich der TuS Binzen, FSV Rheinfelden und mit großer Wahrscheinlichkeit auch der FC Bad Bellingen. „Das wird richtig geil“, kann es Covic gar nicht mehr erwarten, diese Derbys zu spielen. Und auch Coach Schatz fiebert der neuen Saison entgegen: „Ich glaube, die Mannschaft hat das Potenzial, um in der Landesliga zu bestehen.

Catu Hucke der erste Neuzugang

Der TuS Stetten hat bereits den ersten Neuzugang für die Spielzeit 2026/27 unter Dach und Fach. Verpflichtet hat der Bezirksliga-Meister Catu Hucke vom Landesligisten FC Wittlingen. „Der 25Jährige, fast 1,90 Meter große Defensivspieler, ist für die TuS-Verantwortlichen eine Verstärkung und defensiv flexibel einsetzbar.