Die Trainer der Zollern-Teams blicken auf die erste Saisonhälfte zurück (v. l.): Marc-Philipp Kleiner (TSV Straßberg), Mathias Mauz (SV Dotternhausen), Boris Blocher (SGM Gruol/Erlaheim) und Fabian Singer (TSV Trillfingen). Foto: Eibner

Die Bezirksliga ist in der Winterpause – Zeit für eine Bilanz der ersten Saisonhälfte der Zollern-Teams aus Straßberg, (Teil I) Dotternhausen, Gruol/Erlaheim und Trillfingen.

Die Winterpause bietet die perfekte Gelegenheit, um eine erste Zwischenbilanz in der neuen Fußball-Bezirksliga Schwarzwald/Zollern zu ziehen. Während einige Mannschaften ihre starke Form bestätigen konnten, blieben andere bislang hinter den eigenen Erwartungen zurück.

 

Nach 19 absolvierten Spieltagen thront die SGM Deißlingen/Lauffen mit beeindruckenden 46 Punkten (nur eine Niederlage) und einem herausragenden Torverhältnis von 74:23 an der Spitze der Tabelle. Doch wie schlagen sich die Teams aus dem Zollernkreis?

TSV Straßberg (2. / 36 Punkte)

TSV Straßberg (2./36 Punkte)

Trainer Marc-Philipp Kleiner zieht nach der Hinrunde ein zufriedenstellendes Zwischenfazit für den Landesligaabsteiger TSV Straßberg, der aktuell 36 Punkte auf dem Konto hat, aber vier Spiele weniger als Spitzenreiter Deißlingen. „Wir sind zufrieden mit der bisherigen Entwicklung, wissen aber auch, dass noch Potenzial vorhanden ist. Besonders stolz bin ich darauf, wie die Mannschaft die vielen Ausfälle kompensiert hat – das zeigt unseren starken Zusammenhalt und die nötige Demut“, so Kleiner. Defensiv präsentierte sich Straßberg über weite Strecken stabil, offensiv nutzte das Team gegnerische Fehler konsequent aus. Optimierungsbedarf sieht der Trainer vor allem in den Umschaltmomenten und im Umgang mit Drucksituationen. Personelle Veränderungen stehen derzeit nicht an.

Für die Rückrunde haben sich die Straßberger klare Ziele gesetzt: „Wir wollen stabil auftreten, unseren Fußball Schritt für Schritt verbessern und vor allem Spaß am Spiel haben. Die Rückrunde wird uns körperlich und mental einiges abverlangen.“ Die Vorbereitung begann individuell, ehe am 19. Januar das Mannschaftstraining startete. Höhepunkt wird das Trainingslager in Südtirol sein. „Letztes Jahr hatten wir dort optimale Bedingungen und eine tolle Zeit. Es freut uns sehr, dass auch Mitglieder der Vorstandschaft wieder dabei sein werden und uns so unterstützen“, sagt Kleiner.

SV Dotternhausen (3. / 34)

SV Dotternhausen (3./34)

Trainer Mathias Mauz zieht nach der Vorrunde des SV Dotternhausen ein positives Fazit. „Zu Beginn der Hinrunde haben wir noch zu wenig Aufwand betrieben und uns zu sehr auf technische Aspekte konzentriert. Mittlerweile ist unsere Mannschaft extrem homogen, der Zusammenhalt im Kader sehr stark“, so Mauz.

Das Team überzeugte vor allem mental und kämpferisch: Trotz schwieriger Spiele setzte Dotternhausen immer wieder spielerische Akzente. Auch die Trainingsbeteiligung und die Arbeit des Trainerteams stimmen den Coach optimistisch für die Rückrunde.

Im Winter gab es einen Abgang, ansonsten bleibt die Mannschaft stabil. Die Vorbereitung startet offiziell am 21. Januar. Mauz: „Wir wollen an die gute Form der Hinrunde anknüpfen und sehen uns als sehr starke Truppe. Der Blick geht nach oben.“

SGM Gruol/Erlaheim (4./33)

SGM Gruol/Erlaheim (4./33)

Die Spielgemeinschaft belegt nach 18 Spielen Platz vier und weist ein Torverhältnis von 44:27 auf. Stürmer Fabio Müller sorgt mit 21 Treffern für Furore und ist zugleich torgefährlichster Angreifer der Liga.

Trainer Boris Blocher zieht ein positives Zwischenfazit: „Die fünf Siege in Folge vor der Winterpause haben uns enorm geholfen. Unsere Mannschaft hat sich gut stabilisiert, vor allem die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt. In der Rückrunde wollen wir noch kaltschnäuziger vor dem Tor werden.“ In der Winterpause gab es personelle Veränderungen: Filip Crnov, Danny Schmid und Levin Junginger stoßen neu zum Team. Stürmer Samed Yilmaz verlässt den Verein, und zwei Spieler fallen nach Kreuzbandrissen für den Rest der Saison aus. Das klare Ziel für die Rückrunde: den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter ausbauen und möglichst nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Die Vorbereitung bei der SGM ist bereits gestartet, inklusive Trainingslager, das erste Pflichtspiel steht am 1. März beim FC Grosselfingen an.

TSV Trillfingen (8./ 26)

TSV Trillfingen (8./26)

Nach 17 Spielen zieht Fabian Singer, Spielertrainer in Trillfingen, ein gemischtes Fazit: „Die Tabellenregion, in der wir stehen, ist in Ordnung, punktetechnisch hätten es aber mehr sein können.“ Luft nach oben gibt es noch in allen Bereichen: „Wichtig wird ein guter Start in die Rückrunde. Wir müssen in jedem Spiel Leistung bringen, mehr Power ins Spiel bringen und ab und zu auf etwas Spielglück hoffen.“ Personell bleibt alles unverändert, Ab- oder Zugänge gab es in der Winterpause nicht. Ziel von Mannschaft und Verein bleibt klar: der Klassenerhalt. „Die Luft nach unten wird enger, jeder Punkt zählt. Wir haben uns aber eine gute Ausgangsposition verschafft und haben es selbst in der Hand.“

Die Vorbereitung bei den Wollensack-Kickern ist am 19. Januar gestartet und insgesamt stehen sechs Wochen zur Verfügung, um sich für die Rückrunde zu wappnen. Trainer Singer hat zum Saisonende seinen Abschied bereits angekündigt: „Ich möchte eine neue Herausforderung annehmen. Erste Gespräche gab es schon, konkrete Entscheidungen stehen aber noch aus.“