Die Bau- und Projektbeteiligten, Gemeinderatsmitglieder sowie Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz (Dritter von rechts) und Orschweiers Ortsvorsteher Bernd Dosch (Zweiter von rechts) gaben das neue Mahlberger Baugebiet Kastanienweg mit einem Banddurchschnitt frei. Foto: Decoux

Klein, aber fein: Im Kastanienweg können demnächst fünf Grundstücke bebaut werden. Bis Juni sollen die neuen Bauplätze verkauft sein. Insgesamt hatte die Stadt knapp 270 000 Euro in die Erschließung investiert.

Einen richtig „großen Bahnhof“ gab es in der Wassergartenstraße: Dort zweigt jetzt der neue „Kastanienweg“ in ein gleichnamiges kleines Extra-Baugebiet ab. Dietmar Benz sowie zahlreiche Bau- und Projektbeteiligte hatten zur offiziellen Übergabe mit Bänder-Durchschneiden eingeladen. Dazu begrüßte das Gemeindeoberhaupt auch Nachbarn und Stadträte samt Orschweiers Ortsvorsteher Bernd Dosch.

 

Benz skizzierte eingangs ausführlich die Entstehung von fünf neuen Bauplätzen samt Stichstraße mit Wendehammer. Diese sind auf zwei ehemaligen privaten Wiesengrundstücken mit zusammen 3076 Quadratmetern Fläche realisiert.

Benz beklagte: Auch wenn man im Orschweierer Nordbereich „Hinter den Gärten“ noch ein vermutlich letztes kleines Baugebiet mit 40 Plätzen umsetzen könne, sei man für neuen Wohnraum künftig völlig auf „Nach- und Innenverdichtung“ im privaten Grundstücksbestand angewiesen. So wie das im Kastanienweg, das nun mit immerhin fünf neuen Bauplätzen.

Grundstücke sind circa 500 Quadratmeter groß

Nach dem städtischem Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss im November 2021 waren bürokratiebedingt anderthalb Jahre vergangen, bis es dann hurtiger weiter ging. Nach den Bauvergaben vor acht Monaten und einer glücklicherweise ergebnislosen, jedoch vorgeschriebenen Suche des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes auf Kriegshinterlassenschaften erfolgte Mitte September der erste Spatenstich für den Bau der neuen Stichstraße samt verlegten Trennsystem-Wasserrohren, Strom- und Trinkwasserleitungen sowie Glasfaser-Leerrohren. Das wurde von der Sasbacher Firma Aman ausgeführt. Und zwar in flotten zweieinhalb Monaten ohne jede Beanstandungen bei der Abnahme, wie Benz lobte. Bei den Erschließungskosten habe man jetzt nahezu eine Punktlandung erzielt: Mit knapp 269 000 Euro liege man rund 6000 Euro unter dem Planansatz. Harald Steiner vom planenden Laufener Ingenieurbüro Zink ergänzte, dass es sich bei der Erschließung glücklicherweise um eine eher einfachere Maßnahme ohne Komplikationen gehandelt habe.

Auf dem Areal der im Volksmund schon liebevoll umgetauften, etwa hundert Meter langen „Kastanienallee“, sind nun fünf Bauplätze von 490 bis 580 Quadratmetern ausgewiesen – mit bis zu zwei Wohneinheiten, sprich Familienhäusern, pro Baugrundstück. Der Quadratmeterpreis wurde jetzt mit voller Erschließung auf 250 Euro festgelegt. Dazu kommen nur noch übersichtliche Kosten für Kanalschächte. „Auf dem freien Markt gibt es für solche Preise keine Grundstücke mehr“, betonte Bürgermeister Benz.

Insgesamt fünf Grundstücke können im „Kastanienweg“ nun bebaut werden. Foto: Decoux

Vergeben werden die Grundstücke jetzt nach entsprechender Ausschreibung. Dabei geben EU-Richtlinien nun vor, dass keine auswärtigen Kaufinteressenten vorab ausgeschlossen werden dürfen. Bis spätestens kommenden Juni sollen die Bauplätze nach der entsprechenden Gemeinderatsentscheidung vergeben und verkauft sein.

Weitere Grundstücke

Aktuell stehen als Ergebnis eines Nachverdichtungsprozesses noch zwei weitere städtische Grundstücke in der Darsbachstraße und Bergstraße zum möglichst baldigen Verkauf. Mit denen wird die Stadt dann insgesamt 364 000 Euro für Erschließungen im Rahmen der Innenverdichtung aufgewendet haben.