Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt OB: Panorama-Freibad bleibt trotz Corona-Lockerungen zu

Von
Nagelneu - und zu: Geht es nach OB Osswald, soll das Pano-Freibad dieses Jahr geschlossen bleiben. Foto: Stadtwerke/Stadt

Freudenstadt - Öffnen die Freudenstädter Bäder drinnen oder draußen - und vor allem: welche Bäder öffnen? Der Gemeinderat Freudenstadt trifft sich am Donnerstag, 25. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus zur Sondersitzung Bäderöffnung. Zwar hatte sich die Runde vor zwei Wochen zu einem Kompromiss durchgerungen, gegen den Oberbürgermeister Julian Osswald allerdings sein Veto eingelegt hatte. Wie geht es nun weiter? Das Interview mit dem Stadtoberhaupt lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Herr Osswald, ist ein Sommer ohne Freibad für einen Urlaubsort wie Freudenstadt denkbar?

Der Sommer muss zum Glück nicht ganz ohne Badeerlebnis bleiben. Wir haben ja vorgeschlagen, das Panorama-Bad mit dem Außenbereich des Freibads in Betrieb zu nehmen. Dass das Freibad aus finanziellem und personellem Zwang besser geschlossen bleiben sollte, hätte ich bis vor ein paar Monaten noch als unvorstellbar bezeichnet. Aber die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben vieles auf den Kopf gestellt. Über den Kommunen schwebt jetzt ein finanzielles Damoklesschwert. Der vom Bund versprochene Schutzschild wird uns nicht wirklich Luft verschaffen. Deshalb müssen wir jetzt sehr vorsichtig sein.

Lesen Sie auch: Welche Bäder öffnen, welche bleiben zu?

Nach Paragraf 43 der Gemeindeordnung kann ein Bürgermeister Gemeinderatsbeschlüssen widersprechen, wenn er der Auffassung ist, dass sie für die Gemeinde nachteilig sind. Bleibt’s bei Ihrer Haltung?

Als Oberbürgermeister ist man in der Pflicht, jeden Beschluss kritisch zu prüfen und gegebenenfalls die rote Flagge zu schwenken. In der Sitzung des Gemeinderates am 9. Juni habe ich dem Beschluss zur Öffnung der Bäder widersprochen, weil mit seinen Auswirkungen ein sehr hohes Risiko für die Gemeindefinanzen verbunden ist. Ich bleibe bei meiner Überzeugung, weil die Zahlen eine sehr deutliche Sprache sprechen. Das Geld, das wir mit diesem Beschluss ausgeben, müssen wir durch Kredite finanzieren, und das Regierungspräsidium hat uns mit der Haushaltsgenehmigung eindeutige Hausaufgaben gegeben. Wir müssen die Ausgaben im freiwilligen Bereich reduzieren und wenn nicht bei den Bädern, dann werden wir im Herbst Zuschüsse für Vereine und Institutionen streichen müssen. Das will ich vermeiden.

Einen Mehrheitsbeschluss einzukassieren, kommt einem Nasenstüber für das Gremium gleich. Welche Reaktionen haben Sie erhalten?

Im Gespräch mit den Mitgliedern des Gemeinderats habe ich deutlich gemacht, dass es hier nicht um ein Kräftespiel geht, sondern dass wir gemeinsam in der Pflicht stehen, die finanziellen Risiken für die Stadt so gering wie möglich zu halten. Wenn wir die Krise gut durchstehen wollen, gilt das nicht nur für den Bäderbetrieb, sondern für alle kommunalen Bereiche.

Hatten Sie von dieser Möglichkeit des Widerspruchsrechts schon zuvor mal Gebrauch gemacht?

Bisher war das noch nicht notwendig.

Die Verwaltung schlug vor, zwei Hallenbäder zu öffnen, aber kein Freibad. Wäre es nicht günstiger und bürgerfreundlicher, ein Hallenbad zu schließen, und etwa für Vereinssport oder Babyschwimmen eine Zeit im Pano-Hallenbad zu blocken?

Die Verwaltung hat nicht vorgeschlagen, zwei Hallenbäder zu öffnen, sondern sich auf ein Bad zu konzentrieren.

Gibt es aus Sicht der Verwaltung eine Lösung, die als konsensfähig angesehen werden kann? Wie holen Sie die Kuh jetzt vom Eis?

Ein echter Konsens muss alle Belange berücksichtigen und Interessen ausgleichen. Natürlich kann ich den Wunsch verstehen, endlich wieder unbeschwert Schwimmen gehen zu können, ob drinnen oder draußen. Aber die allgemeinen Einschränkungen durch das Corona-Virus sind noch nicht überstanden. Wir muten den Mitarbeitern im Bäderbetrieb bei einer Öffnung schon sehr viel zu, und deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Vorschriften und Gebote umgesetzt werden können. Ein richtiges Badevergnügen wird mit den gegebenen Beschränkungen ohnehin nicht möglich sein.

Artikel bewerten
2
loading

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.